Mehl.
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Hafermehl
Maismehl
Buchweizenmehl
Wasser
9.65
14.21
18.51
N-Substanz
13.44
9.65
8.87
Fett
5.92
3.80
1.56
Kohlehydrate
67.01
69.55
74.25
Holzfaser
1.86
1.46
0.67
Asche
2.12
1.33
1.14
Fehlerhaftes, verdorbenes, verunreinigtes, verfälschtes Mehl. 1
Fehlerhafte Eigenschaften des Mehles, wie dumpfer Geruch,auz 'gkeit, mangelnde Griffigkeit, mangelhafte Backfähigkeit können her-rühren von:
1. klimatischen Einflüssen auf das Getreide selbst (Auswachsen desGetreides);
2. Fehlern im Mühlenbetriebe, z. B. Verbrennen des Mehles bei zustarker Mahlung, Verschmieren;
3. fehlerhafter Aufbewahrung des Getreides, sowie des Mehles selbst,Un d infolge davon Auftreten und Entwicklung von Milben und Mikro-
r ganismen mit allen Polgenerscheinungen;
4. der Art des Getreides (Mehl aus Rauh- oder englischem Weizenbackt sich schlecht).
_ Verdorben ist Mehl, das aus gekeimtera Korn gewonnen wurde.
eim Keimen bildet sich Diastase, welche die Stärke des Mehles in
. altose umwandelt; auch bilden sich lösliche Modifikationen des Klebers,
P'ge dessen derselbe seine natürliche Zähigkeit und Elastizität verliert,
eich und schmierig wird, sich schließlich ganz auflöst und nicht mehr
l S ist, Teig zu bilden. Aus solchem, in Verderbnis begriffenem Mehl
r<1 kein lockeres, blasiges Brot gewonnen, sondern nur dichte und
schlifnge Massen.
Auch wenn Mehl feucht aufbewahrt wurde, treten die genannten
^Wandlungen des Klebers ein. Es bildet sich aus der Stärke Zucker,
eiter Milch- und Buttersäure, Peptone und schließlich Fäulnisalkaloide
fif . *0 ,S Nach Aime Girard 3 sind es besonders Zersetzungen des
Wichen Keimlings, welche das Verderben des Mehles bedingen.■y^ Bei schlechter Aufbewahrung des Mehles können auch tierischeg esen sich manchmal in großer Menge in dem Mehle ansiedeln, so be-d ° nders die Mehlmilbe (Acarus farinae und A. plumiger), die Raupen^ er Mehlmotte (Asopia farinalis), der Phycis ceratoniella, ferner Mehl-mer (die Larven von Tenebrio molitor) u. dergl., . Als Verunreinigungen der Mehle sind in erster Linie die ver-miedenen Unkrautsamen, die ständigen Begleiter des Roggens undeiz enSi anzusehen, ferner auch die Verunreinigungen parasitärerHerkunft.
Nach d. Vereinbarungen f. d. Deutsche Eeich. — 2 Journ. de Pharm, et'"'' 1885. — 3 Alul . ,[„ cJl.i.ti. et de Phys. Sor. VI. Tom. 3, 289.