Getreidefrüchte, Cerealien.
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1. Weizen. Triticum vulgare. Man unterscheidet nackte Weizen,bei denen die Körner leicht aus den Spelzen fallen, und bespelzte Weizen, beidenen die Kürner mit den Spelzen umhüllt bleiben und die ganze Ähre in dieeinzelnen Ährchen zerbricht. — Von den nackten Weizen unterscheidet man dreiUnterarten, Triticum vulgare im engeren Sinne (auch T. sativum genannt),die am meisten gebaute Art; Triticum turgidum, bauchiger oder sog eng-lischer Weizen; Triticum durum, Hartweizen, im Süden gebaut. — Der Proteiu-gehalt des Hartweizens ist sehr hoch, oft 18 — 20°/ 0 , daher dieser Weizen vor-zugsweise zur Fabrikation der Nudeln und Maccaroni geeignet ist. Der Protein-gehalt des englischen Weizens beträgt zuweilen nur 6—8°/ 0 , der des gemeinenWeizens steht in der Mitte.
Von den bespelzten Weizen unterscheidet man ebenfalls drei Unterarten:^■'iticum spelta, Spelz oder Dinkel, Triticum dicoccum oder amyleum,^weikorn oder Emmer und Triticum monoeoccum, Einkorn. Spelz undktnmer werden in Süddeutschland viel gebaut.
örunkem ist ein durch Dörren und Schälen unreifer Spelzkörner ge-wonnenes beliebtes Suppenmaterial.
, Beim gewöhnlichen Weizen unterscheidet man noch Sommerweizen undinterweizen; letzterer ist großkörniger und kleberänner als ersterer.
Im Großhandel unterscheidet man den gewöhnlichen Weizen meist nachmer Herkunft als polnischen, pommerschen, russischen u. s. w.
2. Roggen, Seeale cereale, wird vorzugsweise in Norddeutschland unds »Winterroggen, Winterkorn" gebaut.
3. Gerste. Man unterscheidet drei Arten: Hordeum hexastich um,•echszeilige, H. testrastichum, vierzeilige und H. distichum, zweizeilige
erste; die letztere heißt im Handel große, die beiden ersten kleine Gerste.
le größte Bedeutung hat die Gerste als Kohmaterial für die Bierbrauerei.r< .. • Hafer, Avena sativa; derselbe dient besonders zur Herstellung der
nitze (grob zerkleinerter Hafer) und zur Bereitung von Suppenmehlen. Zu Brot
rcl Hafermehl in Schottland, Schweden und Norwegen verarbeitet.
5. Reis, Oryza sativa, ein einjähriges Sumpfgras, wird besonders in Ost-fit,.' "Ostindien, im tropischen Amerika, in Afrika und im südlichen Europal a| ien) gebaut. Die an Kieselsäure reichen Spelzen werden meist im Ursprungs-
s, die eigentliche Kornsehale, das Silberhäutehen, damit der Reis während
Reis «m 6 * 88 (len an S? enenmen Geschmack nicht verliere, erst bei uns in eigenenVor H entfernt, worauf dann die Körner noch poliert werden (Tafelreis),
der ff'" .' ScllaIen wird der Bruchreis ausgeschieden. Beim Schälen wird auchdem Sru. ei °' W Keim entfernt, welcher mit den sonstigen mehligen Abfällen und
»uberhautohen das R.eisfuttermehl bildet,nur ] ^ ais » Zea Mays (türkischer Weizen, Welschkorn). Im Handel werdenAls v e 'i 8 e wöhnliche, gemeine Mais und der Pferdezahnmais unterschieden. —Mai'" S '" t ' li '' 1 '' mdet ma " vorwiegend Maisgries und Maisstärke (Maizena,
\r a ; 8m , on > Sirona, Panin), weniger das sehr fette, leicht ranzig werdende* Maismehl.
Kolh v r8e! ^' e gemeine Hirse, Rispenhirse, I'anicum miliaceum; dieUl. W| Panieum italicum und die Mohrenhirse (Dari, Durrha), Sorghumdie . ~ Die Dnrrha dient besonders im tropischen Afrika als Brotfrucht;
als ,f ememe H .! rs e wird als Nahrungsmittel in England, Holland, Deutschland,
•"atze in Österreich verwendet.und „.."'"'''weizen, Haidekorn, Polygonum Fagopyrum wird zu MehlWo . utz e verarbeitet. Gebaut wird er in den Moorgegenden Norddeutschlands,Nord r m detl ei "g Qascl ' erte n Moorboden gesät wird (Moorrauch), ferner auch imder g* 1 der Vereinigteu Staaten und in Kanada. Die Polenta der Italiener,te i"z der Steiermärker werden aus Buchweizen hergestellt.