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Pflanzliche Nahrungsmittel.
Pferdefett.
Das gelb bis braungelb gefärbte Pferdefett findet zuweilen als ge-ringwertiges Speisefett und vielfach als Maschinenöl und Lederfett Ver-wendung.
Analysen von Pferdefett siehe: C. Amthor u. Zink, Ztschr. analyt. Chem.1892. 31, 381; W. Kalmann, Chem.-Ztg. 1892. 16, 922; F. Filsinger,Das. 792.
Gänsefett.
Dasselbe ist durchscheinend, blaligelb und von körniger Konsistenz;es wird namentlich in jüdischen Haushaltungen vielfach als Speisefettverwendet. Zusätze von Schweinefett zum Gänsefett dürften nicht immermit Bestimmtheit durch die chemische Analyse nachzuweisen sein.
Über die Unterschiede, welche die verschiedenen Fette be-züglich des spezifischen Gewichtes, Schmelz- und Erstarrungs-punktes, der Verseifungszahl, Jodzahl u. s. w. zeigen, siehedie Tabelle S. 340/41.
II. Pflanzliche Nahrungsmittel.
Literatur: W. Behrens: Hülfsbuch zur Ausführung mikroskopischer Unter-suchungen, Braunschweig 1883. — Otto Berg: Anatomischer Atlas zurpharmazeutischen Warenkunde, Berlin 18(i5. — E. Dammer: Lexikon derVerfälschungen, Leipzig 1887. — J. F. Hanausek: Die Nahrungs- undGenußmittel aus dem Pflanzenreiche, Kassel 1884; Lehrbuch der technischenMikroskopie, Stuttgart 1900. — J. König: Die menschlichen Nahruiigs- undGenußmittel, Berlin 1893. — J. Möller: Mikroskopie der Nahrungs- undGenußmittel aus dem Pflanzenreiche, Berlin 1886. — H. Molisch: Grundrißeiner Histochemie der pflanzlichen Genußmittel, Jena 1891. — Arth. Meyer:Die Grundlagen u. die Methoden für die mikroskopische Untersuchung vonPflanzenpulvern, .Jena 1901. — A. F.W. Scliiinpor: Anleitung zur mikro-skopischen Untersuchung der Nahrungs- und Genußmittel, Jena 1900. ■<—A. Tschireh und O. Oesterle: Anatom. Atlas der Pharmakognosie unuNahrungsmittelkunde, Leipzig 1893. — A. E. Vogl: Die wichtigsten vege-tabilischen Nahrungs- und Genußmittel, Wien 1899. — L. Wittmack: An-leitung zur Erkennung organ. u. unorganischer Beimengungen in Koggeu-u. Weizenmehl, Leipzig 1884.
1. (xctmdei'rUclite, Cerealien.
Rohstoffe. * Unter den pflanzlichen Nahrungsmitteln nehmen dieKörner der Getreidefrüchte, Brotfrüchte, die Cerealien, die erste Stelleein. Zu diesen rechnet man in erster Linie den Weizen, den Roggen,die Gerste, den Hafer und den Buchweizen, dann den Reis, den Maisund die Hirsearten. Mit Ausnahme des Buchweizens, welcher der Familieder knöterichartigen Pflanzen (Polygoneae) angehört, entstammen dieCerealien der Familie der Gräser (Gramineae).
1 Nach d. Vereinb. f. d. Deutsche Reich II, 1.