Tierische Fette.
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Beurteilung. 1
Speisefette, welche als „Schweinefett" oder „Schmalz" feil-gehalten und verkauft werden, müssen frei von jedem fremden Zusatz sein.
Für Gemische von Schweinefett mit anderen Fetten tierischen undpflanzlichen Ursprungs ist allein die Bezeichnung „Speisefett" odereine andere, welche die Zusammensetzung erkennen läßt, zulässig.
Für die Beurteilung der Reinheit eines Schweinefettes dienen fol-gende Anhaltspunkte.
1. Für den Nachweis der Verfälschungen gibt meist die HübischeJ odzahl im Verein mit den qualitativen Vorproben die wertvollstenAnhaltspunkte.
Hierbei ist folgendes zu beachten:
Die Jodzahlen für Schweinefett, soweit es überhaupt als Speisefettln Betracht kommt, können zwischen 46 und 64 schwanken.
Wenn auch der eine oder andere Forscher, wie H. W. Wiley 2 ftlr dase M der Füße und des Kopfes erheblich höhere Jodzahlen gefunden haben, so
'öd diese vom Nahrungsmittelchemiker deshalb außer acht zu lassen, weil dieseette wegen ihrer geringen Menge in Wirklichkeit zur Herstellung des Schweine-
et 'es als Speisefett keine Verwendung finden.
Die Jodzahlen des Fettes vom Bauch (Wamme, Schmer) und vomarm (Gekröse) des Schweines, welche vorzugsweise zur Schweinefett-ereitung Verwendung finden, schwanken von 46.4—62.9 3 ; jene vom
^ückenspeck erheben sich nach E. Späth bis 63.6 und nach E. Dieterich
bl s 66.0.
Bezüglich der letzteren darf man nicht unberücksichtigt lassen, daß
r Rückenspeck nur in seltenen Fällen mit zur Herstellung das als
Peisefett im Handel vorkommenden Schweinefettes Verwendung findet.
enn man also in Betracht zieht, daß hierfür nur Mischungen des
. B es der zuletzt besprochenen drei Fettpartien in Frage kommen, dann
die Jodzahl 64 als oberste Grenze gerechtfertigt.
Da die Jodzahlen des Baumwollsamenöls, das erfahrungsgemäß
^entlieh in Amerika zumeist als Fälschungsmittel benutzt wird, weit
10h er liegen (102—108.5), so läßt sich, wofern nur dieses oder ein
«öderes Öl (Sesam-, Arachisöl) mit ähnlich hoher Jodzahl Verwendung
and, der Nachweis mittels der v. Hübischen Methode leicht erbringen,
ß m so leichter, als dann in der Regel die geschilderten, qualitativen
atf tionen die fremden Zusätze stark markieren.
Doch begegnet man einer derartigen, verhältnismäßig rohen Fälschung«nahUch seltener; viel häufiger sind kombinierte Fälschungen, indem
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d. Deutsche Reich.
2 Ztschr. anal. Chem.40:
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I ■?• 30, 510. - 3 E , Dieterich, Helfenb. Annal. 1887, 8; 1888, „„,Vmtl ">r .nid .1. Zink, Ztschr. anal. Chem. 1892. 31, 534; E. Späth, Ztschr.gew - Chem. 1898, 133; C. A. Neufeld, Arch. f. Hyg. 1893, 452.utt Kor, NalirungsmittelcIiGniie. 2. Aufl. 15