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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Animalische Nahrungsmittel.

1. Bestimmung des Wassers.

Die Bestimmung des Wassers ist nur dann erforderlich, wennbeim Schmelzen der Schmalzprobe sich dessen Gegenwart zu erkennengibt. Sie erfolgt dann in gleicher Weise wie bei der Butter".

2. Bestimmung der Mineralbestandteile.

10 g Schmalz werden geschmolzen und durch ein getrocknetes,dichtes Filter von bekanntem geringem Aschengehalte filtriert. Manentfernt die größte Menge des Fettes von dem Filter durch Waschenmit entwässertem Äther, verascht alsdann das Filter und wägt die Asche".

3. Bestimmung des Fettes.

Man erhält den Fettgehalt des Schmalzes, indem man die Wertefür den Gehalt an Wasser und Mineralbostandteilen von 100 abzieht".

4. Untersuchung des klar filtrierten Schmalzes.

,,a) Bestimmung des Schmelz- und Erstarrungspunktes.Vergl. S. 197.

b) Bestimmung des Brechungsvermögens. Vergl. S. 198.

c) Bestimmung der freien Fettsäuren (des Säuregrades).Vergl. S. 202.

d) Bestimmung der flüchtigen, in Wasser löslichen Fett-säuren (der Reichert-Meißlschen Zahl). Vergl. S. 203.

e) Bestimmung der Verseifungszahl (der KöttstorferschenZahl). Vergl. S. 205.

f) Bestimmung der unlöslichen Fettsäuren (der Hehner-schen Zahl). Vergl. S. 207.

g) Bestimmung der Jodzahl nach von Hübl. Vergl. S. 207.h) Bestimmung der unverseifbaren Bestandteile. Vergl.

S. 210.

i) Nachweis von Sesamöl. Vergl. S. 211.

Diese Bestimmungen erfolgen in derselben Weise wie bei dem Butter-fette mit folgenden Abweichungen:

1. Will man sich bei der Bestimmung des Brechungsvermögenseines besonders eingerichteten Thermometers bedienen, so muß es einsolches sein, das auch für Schweineschmalz bestimmt ist und eine dem-entsprechende Einteilung besitzt.

2. Bei dem Nachweise des Sesamöls ist auf Teerfarbstoffe keineRücksicht zu nehmen".

k) Nachweis von Baumwollsamenöl. Reaktion von E. Bechi.Erforderliche Lösungen.

1. 1 g Silbernitrat wird in 200 g reinem Alkohol von 98 Vol.-°/ogelöst und die Lösung mit 0.1 g Salpetersäure vom spez. Gew. 1.158und 40 g Äther versetzt; die schwach saure Mischung wird filtriert.

1 Chem. Ztg. 1887. 11, 1328; vergl. G. de Negri und G. Fabris, Ztschr.anal. Chem. 1894. 33, 561.