Tierische Fette.
1) Nachweis von Verdorbenheit.
Ob eine Butter oder ein Butterfett verdorben ist, entscheidet inerster Linie die Sinnenprüfung, welche sich auf Geruch, Geschmacku nd das Aussehen bezieht.
Außerdem ist die Butter auf Schimmelpilze zu prüfen; diesemachen sich beim Schmelzen der Butter im Becherglase als schleimigeMassen bemerklich und können leicht aus der geschmolzenen Masseherausgefischt (auch abfiltriert) und dann mikroskopisch nach Behandlungmi t Äther u. s. w. untersucht werden. 1
Zu beachten ist, ob die Schimmelpilzvegetation bloß an der Ober-fläche vorkommt oder ob auch das Innere der Probe von ihr ergriffen ist.
Rote Butter, wie solche zuweilen beobachtet wird, ist auf Rosahefe zuPrüfen; auch grüne, Algen enthaltende Butter wurde schon beobachtet. 2
Über die Beziehung zwischen Verdorbenheit und Säuregrad s. S. 189und 190.
Die Literatur birgt außer den vorstehenden Methoden noch eine■Menge Vorschriften zur Ermittelung der quantitativen ZusammensetzungJ°n Fetten. Wir verweisen auf das ausgezeichnete Werk von R. Bene-dl kt, Analyse der Fette und Wachsarten. Berlin 1897.
Anhaltspunkte zur Beurteilung von Butter und Butterschmalz.
Butt,
a ) Zusammensetzung der Butter.
Auf Grund des § 11 des Gesetzes, betreffend den Verkehr mitCR • T' KäS6 ' Schmalz una * deren Ersatzmitteln vom 15. Juni 1897Wichsgesetzblatt S. 475) hat der Hundesrat beschlossen:Fett " Butter ' welche in 10 ° Gewichtsteilen weniger als 80 Gewichtsteilesalz ° dei " ln un g flsalzenpm Zustande mehr als 18 Gewichtsteile, in ge-j j a ! m Zustande mehr als 16 Gewichtsteile Wasser enthält, darf vomuu 1902 als gewerbsmäßig nicht verkauft oder feilgehalten werden". 3
Der Kochsalzgehalt der Butter soll 2 °/ 0 nicht übersteigen,vo ^ inerallscne Beimengungen außer Kochsalz, sowie Beimengungen
lehl, Kartoffelbrei, Käsemasse u. dergl. sind als Verfälschungen zu^anstanden.
b) Nachweis fremder Fette.^ . »Die Vermischung von Butter oder Butterschmalz mit Margarineanderen Speisefetten zum Zwecke des Handels mit diesen Mischungen^erboten." (Ges. v. 15./6. 97.)
a a nä «' Gri P eil,| ei"g' (Milchztg. 1899. 28, 626. 644. 662) fand in Lagerbutterkann d ^ sten PenioUlium crustaceum und Trichosporium collae. — 2 Butterfettgefärbt* •' Wt; - hl eiumal durch fettsaures Kupfer (aus kupfernen Gefäßen) grünS p r Söm ' Über den Nachweis von Kupfer, Blei u. s.w. in Fetten siehe8 Für f? nius Ul A - Schattenfroh, Zteohr. anal. Chem. 1895. 34, 381. —e ">e Tafelbutter ist diese Bestimmung zweifellos zu weitgehend.