Tierische Fette.
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Zur näheren Prüfung der Natur des künstlichen Farbstoffs sind die Ver-fahren von Stebbins und A. R. Leeds zu empfehlen. Siehe R. Benedikt-u nd F. Ulzer, Analyse der Fette . . . 1897, 552.
Zu empfehlen ist auch die Ausschüttelung von 50—100 g Butter mitca - 60 proz. Alkohol unter Erwärmen; in der wäßrig-alkoholischen Lösung prüftman auf:
a) Curcuma; Braunfärbung mit Ammoniak.
b) Orleans; Blaufärbung durch konz Schwefelsäure.
c) Viktoriagelb (Dinitrokresolkali); kristallinischer Niederschlag auf Zusatz^°n Salzsäure unter gleichzeitiger Entfärbung der Flüssigkeit; Ausschütteln und^ösen in Benzol.
Tritt bei Bildung des gelben Niederschlages keine Entfärbung der Flüssig-
keit
ein, so ist Martiusgelb vorhanden; Zusatz von Natronlauge zu einer neuen
r obe bewirkt sodann einen rotbraunen Niederschlag.
d) Safran, Safior, Ringelblumen; Zusatz von Eisenchlorid: ein schwarz-r * uner > flockiger Niederschlag soll auf Ringelblumen, braunschwarze Färbungauf Safior, dunkelbraunrote Färbung auf Safran deuten.
Siehe noch R. W. Moore, The Anal. 11, 363; Z. anal. Chem. 1887. 26, 389.
k) Nachweis von Sesamöl.
,,u) Wenn keine Farbstoffe vorhanden sind, die sich mit Salz-an re rot färben, so werden 5 cem geschmolzenes (und zur Entfernung^On Kasein filtriertes, d. V.) Butterfett mit 0.1 com einer alkoholischenürfurollösung (1 Eaumteil farbloses Furfurol in 100 Raumteilen abso-uten Alkohols gelöst) und mit 10 cem Salzsäure vom spez. Gewicht•19 mindestens 1 / 2 Minute lang kräftig geschüttelt. Wenn die amöden sich abscheidende Salzsäuro eine nicht alsbald verschwindende deut-'°e Rotfärbung zeigt, so ist die Gegenwart von Sesamöl nachgewiesen.ß) Wenn Farbstoffe vorhanden sind, die durch Salzsäure rotö. irbt werden, so schüttelt man 10 cem geschmolzenes Butterfett inlnem kleinen zylindrischen Scheidetrichter mit 10 cem Salzsäure vomspezifischen Gewicht 1.125 etwa 1 / 2 Minute lang. Die unten sich an-arunaelnde rotgefärbte Salzsäureschicht läßt man abfließen, fügt zu demdem Scheidetrichter enthaltenen geschmolzenen Fette nochmals 10 cem' zsäure vom spezifischen Gewicht 1,125 und schüttelt wiederumI» Minute lang. Ist die sich abscheidende Salzsäure noch rot gefärbt,So läßt man sie abfließen und wiederholt die Behandlung des geschmol-zenen Fettes mit Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1.125, bis letzterenicht mehr rot gefärbt wird. Mau läßt alsdann die Salzsäure abfließen^ n & prüft 5 cem des so behandelten, geschmolzenen Butterfettes nachm unter a beschriebenen Verfahren auf Sesamöl.
Zu diesen Versuchen verwende man keine höhere Tem-peratur, als zur Erhaltung des Fettes in geschmolzenem Zu-lande notwendig ist".
Längeres Erwärmen der mit Salzsäure und Furfurol ver-e tzten Fettprobe ist zu vermeiden; nur die sofort eintretende° tf arbung ist als Sesamöl-Reaktion zu betrachten.
In alten, ranzigen Fetten tritt die Reaktion nicht oder nur schwach auf.
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