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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Animalische Nahrungsmittel.

Bei der Berechnung der Jodzahl ist der für den blinden Versuchnötige Verbrauch in Abzug zu bringen. Man berechnet aus den Ver-suchsergebnissen, wieviel Gramm Jod von 100 g Butterfett aufgenommenworden sind und erhält so die Hüb Ische Jodzahl des Butterfettes.

Da sich bei der Bestimmung der Jodzahl die geringsten Versuchs-fehler in besonders hohem Maße multiplizieren, so ist peinlich genauesArbeiten erforderlich. Zum Abmessen der Lösungen sind genau ein-geteilte Pipetten und Büretten, und zwar für jede Lösung stets dasgleiche Messinstrument zu verwenden".

Beispiel: 20 ccm K 2 Cr,0 7 = 0.2 g Jod forderten 16.9 ccm Na^Og;1 ccm Na 2 S 2 0 2 demnach = 0.01183 Jod.

20 ccm Jodquecksilberchloridlösung = 38.6 ccm Na 2 S 2 0 3 . AngewendetesFett = 0.6835 g.

Vorgelegt 50 ccm HgJ-Lösung = 96.5 Na^OgZurück = 61.1 ,,

0.6835 100

35.4

Verbraucht 35.4 Na,8,0,5185: 5185x0.01183 = 61.33 Jodzahl.

h) Bestimmung der unverseifbaren Bestandteile.

10 g Butterfett werden in einer Schale mit 5 g Kaliumhydroxydund 50 ccm Alkohol verseift; die Seifenlösung wird in einem gleichenRaumtoile Wasser verdünnt und mit Petroleumäther ausgeschüttelt. Dermit Wasser gewaschene Petroleumäther wird verdunstet, der Rückstandnochmals mit alkoholischem Kali verseift und die mit dem gleichenEaumteile Wasser verdünnte Seifenlösung mit Petroleumäther aus-geschüttelt. Der mit Wasser gewaschene Petroleumäther wird verdunstet,der Rückstand getrocknet und gewogen".

i) Nachweis fremder Farbstoffe.

Die Gegenwart fremder Farbstoffe erkennt man durch Schüttelndes geschmolzenen Butterfettes mit absolutem Alkohol oder mit Petroleum-äther vom spezifischen Gewichte 0.638. Nicht künstlich gefärbtes Butter-fett erteilt diesen Lösungsmitteln keine oder nur eine schwach gelblicheFärbung, während sie sich bei gefärbtem Butterfette deutlich gelb färben.

Zum Nachweise gewisser Teerfarbstoffe werden 23 g Butterfettin 5 ccm Äther gelöst und die Lösung in einem Probierröhrchen m 1 *5 ccm konzentrierter Salzsäure vom spezifischen Gewicht 1.125 kräftiggeschüttelt. Bei Gegenwart gewisser Azofarbstoffe färbt sich die untensich absetzende Salzsäureschicht deutlich rot".

suches als auch am Ende der Einwirkung auszuführen (nach 1820 Stdn.), d*innerhalb dieser Zeit eine merkliche Abnahme des Titers der JodlÖBung statt-finden kann. Vergl. E. Dietrich, Helfenbergers Ann. 1891, 15; ferner Ztschr-analyt. Chem. 1886. 25, 431.