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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Milchkonserven, Milchpräparate

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Zur Herstellung sterilisierter, kondensierter Milch ohne Zucker wirdfrische, geseihte Milch mittels der Zentrifuge von nicht abseihbarem Schmutzgereinigt, in Vakuum Apparaten bis auf einen Trockensubstanzgehalt von ca. 50 °/ 0eingedickt, die eingedickte Milch in Blechbüchsen gefüllt, welche verlötet undnn Sterilisator unter Dampfdruck erhitzt (sterilisiert) werden.

Vergl. Hittcher, Die Fabrikation kondensierter Milch. Milchztg. 1900.29, 131.

Die Zusammensetzung der kondensierten Milch ist je nach demGrade der Eindunstung und der Größe des Zuckerzusatzes sehr ver-schieden. Vergl. W. Fleischmann, Lehrb. d. Milchw. 1893, 259.

Bei der Untersuchung kondensierter Milch ist vor allem auf einegleichmäßige Durchmischling der Probe zu achten; für die einzelnenBestimmungen sind natürlich kleinere Substanzmengen zu verwenden;m an kann aber auch die kondensierte Milch in der für den Gebrauchvorgeschriebenen Menge destillierten Wassers lösen und nach den beii!Milch" angegebenen Verfahren untersuchen.

Die Untersuchung erstreckt sich auf die Bestimmung des Wasser-gehaltes, des Fettes, der Eiweißstoffe des Milchzuckers, Bohrzuckers und"er Asche, insbesondere aber noch auf Unverdorbensein; auch auf Metalle(von den Fabrikations- und Aufbewabrungsgefäßen) utid Konservierungs-mittel ist Bücksicht zu nehmen.

Zur Prüfung auf Schwermetalle (Kupfer, Zink, Blei etc.)schert man unter Zusatz von etwas kohlensaurem Natrium ein, löst dieAsche in Salzsäure, filtriert und leitet in die schwachsaure, auf etwaC. erwärmte Lösung Schwefelwasserstoff ein etc.Den Gesamtzuckergehalt der kondensierten Milch (wie der* on Pulver) erhält man, wenn man sich durch die mikroskopische Unter-teilung von der Beinheit der Proben überzeugt hat, durch Abzug vonett -f- Eiweiß -f- Salzen von der Trockensubstanz.

Den Bohrzuckergehalt der kondensierten Milch kann man an-nernd berechnen, wenn man annimmt, daß der ursprüngliche Gehalt^ r Milch an Milchzucker 00% des Gehaltes derselben an Fett + Eiweiß+ Salzen) betrug.

Zur Bestimmung von Bohrzucker neben Milchzucker in der

°ndensiorten Milch verfährt man nach den Vorschriften der Anlage zur

ekanntmaclmng des Reichskanzlers vom 8. November 1897 wie folgt:

. s werden 100 g der kondensierten Milch abgewogen, mit Wasser zu

^OrT l0 ' (llt ' fl,issi " en Masse verrührt und in einen Maßkolben von

"°com Inhalt gespült. Die Flüssigkeit wird darauf mit etwa 20ccm

leiessig versetzt, zu 500 cem aulgefüllt, durchgeschüttelt und filtriert.

Vom Filtrate werden 75ccm in einen Kolben von 100 cem Inhalt

^bracht, mit etwas Tonerdebrei versetzt, zur Marke aufgefüllt, filtriert

n « die direkte Polarisation (P) ermittelt.

Ferner werden 75 cem des obigen selben Filtrates mit 5 cem Salz-' Ure vom spezifischen Gewichte 1.19 versetzt, nach Vorschrift der An-