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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Das Fleisch.

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Zuckers wird nach F. Allihn durchgeführt. Siehe Tab. III am Schlüssedes Buches.

Zur Bestimmung des Rohrzuckers mittels Fehlingscher Losungwird derselbe durch Inversion mittels Salzsäure oder Invertin l in Invert-zucker übergeführt.

Zum Zwecke der Inversion mit Salzsäure werden 75ccm Zucker-lösung mit 5 ccm Salzsäure vom spez. Gew. 1.19 (= 38.8 °/ 0 ) im Wasser-bade auf 6770° C. erwärmt und 5 Minuten unter häufigem Um-schütteln bei dieser Temperatur gehalten. Sodann wird mit Natronlaugefast neutralisiert die Lösung muß schwach sauer bleiben und auf150 ccm aufgefällt. In dieser Lösung wird nun der Invertzucker be-stimmt. Siehe Tab. III am Schlüsse des Buches.

b) Dextrin-Bestimmung. Die Dextrine werden durch Inversionmit Salzsäure in Dextrose übergeführt und diese gewichtsanalytisch nachF. Allihn bestimmt,

Die durch Alkohol aus dem wäßrigen Extrakt gefällten Substanzen(siehe oben), die Alkoholfällung, wird mit Wasser aufgenommen und aufein bestimmtes Volumen (250 ccm) aufgefällt. Von dieser Lösung werdendreimal je 75 ccm mit je 6 ccm Salzsäure vom spez. Gew. 1.19 versetzt undam Rückflußkühler im kochenden Wasserbade 1, 2 und 3 Stunden langerhitzt. Jede der 3 Lösungen wird rasch abgekühlt, mit Natronlaugeneutralisiert bezw. bis zur schwachsauren Reaktion versetzt und soweitverdünnt, daß die Lösung höchstens l°/ 0 Dextrose enthält. In 25 ccmjeder Lösung wird die Dextrose nach F. Allihn bestimmt.

Das höchste Resultat von den 3 Lösungen (nach' 1, 2 und3 Stunden) wird als das richtige angenommen.

Aus der gefundenen Menge Dextrose wird durch Multiplikation mit0-90 die Menge des vorhandenen Dextrins berechnet.

Enthält der in Wasser unlösliche Rückstand Stärkemehl, so kannman auch dieses nach S. 97 quantitativ bestimmen.

7. Bestimmung des Alkoholextraktes (in Fleischextrakten).

Ca. 2 g Extrakt werden in ein Becherglas gewogen und in 9 ccm Wassergelost. Zu dieser konzentrierten wäßrigen Lösung werden 50 ccm Alkohol von93 Vol.-°/ 0 gegeben. Es entsteht ein Niederschlag, der sich fesl an die Glaswandansetzt, so daß der klare Alkohol in eine gewogene Schale abgegossen werdenkann. l)i 0 gefällte Substanz wird nach J. von Liebig einmal, nach H. Köttgerwiederholt 5 mit 50 ccm Alkohol von 80 Vol.-°/ 0 ausgewaschen, die Waschflüssig-

' Das Invertin stellt man nach F. W. Thompson (Ztschr. anal. Chem.1894. 33, 243) durch Zerreiben von Hefe mit Sand, Ausziehen der zerriebenenHefezellen mit Wasser und Fällen der nitrierten Auszüge mit Alkohol her, wo-durch das Invertin als ein sirupähnlicher Niederschlag erhalten wird, der ge-trocknet und gepulvert werden kann. Siehe auch O. Kellner, J. Mori u.M. Nagaoka, Ztschr. anal. Chem. 1894. 33, 243; Ztschr. phys. Chem. 1893.14, 297. 2 J. von Liebig, Arch. f. Hyg. 1, 511. H. Röttger, Ber. überd. 8. Vers. bayr. Vertr. d. angew. Chem. iii Würzburg 1889, 99.