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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Animalische Nahrungsmittel.

saures Natrium und 200 g wolframsaures Natrium werden in 1 Liter Wassergelöst), zu der man auf 3 Kaumteile 1 Kaumteil verdünnte (Schwefelsäure (1:8)hinzugibt, so lange versetzt, als noch ein Niederschlag entsteht; der Niederschlagwird durch ein Filter von bekanntem Stickstoffgehalt filtriert, mit verdünnterSchwefelsäure (1 : 3) ausgewaschen, samt Filter noch feucht in einen Zersetzungs-kolben gegeben und nach Kj eldahl verbrannt. Der gefundene Stickstoff x 6.25gibt die Menge des vorhandenen Peptons. Bei Gegenwart von Fleischbasen nebenPepton oder von Fleischbasen allein ist eine Berechnung des Gehaltes von Pepton-f- Fleischbasen bezw. der Fleischbasen allein wegen des hohen Stickstoffgehaltesder letzteren durch Multiplikation des Stickstoffs mit 6.25 nicht angängig; esempfiehlt sich in solchen Fällen nur die Angabe derin Form von Pepton +Fleischbasen und eventuell von Ammoniak vorhandenen Stickstoffmenge."

Statt Fleischbasen und Pepton im Filtrate der Zinksulfatlösung zu bestimmen,kann man diese auch zusammen mit den Albumosen in der ursprünglichenwäßrigen Lösung in der angeführten Weise mit Phosphorwolframsäure fällen;in diesem Falle ist der durch Zinksulfat fällbare Stickstoff von der gefundenenStickstoffmenge in Abzug zu bringen und der Rest als Pepton- + Fleischbasen-stickstotf zu bezeichnen.

Die Fleischbasen werden zum Teil durch Phosphorwolfrainsäure erst all-mählich gefällt, es empfiehlt sich daher bei der Fällung, dieselben einige Tage(5 7) stehen zu lassen. Da durch Phosphorwolframsäure auch der Ammoniak-stickstoff gefällt wird, so ist bei der Berechnung des Pepton- 4- Fleischbasen-stickstoffs der nach e) gefundene Ammoniakstickstoff von der durch Phosphor-wolframsäure gefällten Stickstoffmenge in Abzug zu bringen; besser ist es jedoch,in einer zweiten Phosphorwolframsäurefällung den Ammoniakstickstoff durchDestillation mit Magnesia nach e) zu bestimmen und in Abzug zu bringen.

e) Bestimmung des Ammoniakstickstoffs (im Fleischextrakt).100 ccm Fleischextraktlösung werden mit etwa 100 ccm Wasser verdünnt; ausdieser Lösung wird das Ammoniak durch Destillation mit Magnesia oder Baryuni-karbonat abgeschieden, in vorgelegter Normal- oder Zehntelnormalsäure aufgefangenund durch Zurücktitrieren bestimmt.

f) Sonstige Stickstoffverbindungen nennt man die Differenz zwischendem Gesamtstickstoff und der Summe der unter b) bis e) bestimmten Stickstoff-mengen.

g) Bestimmung des Leimstickstoffs. Enthält das Präparat Leim, sofindet man denselben nach den vorstellenden Methoden als Albumosen, EineTrennung des Leims von den Albumosen, oder des Leimpeptons von den Eiweilj-peptonen ist mit einiger Genauigkeit nicht möglich.

Vergl.: A. Stutzer, Die Bestimmung des Leims in Fleischextrakten undHandelspeptonen. Ztschr. f. analyt. Chem. 1895. 34, 562.

6. Bestimmung von Zucker und Dextrin in den Suppenwürzen.

Dieselbe erfolgt in der wäßrigen Lösung der Präparate.

a) Zuckerbestimmung. Ein abgemessener Teil der Lösung wirdzum dünnea Sirup eingedampft, der Rückstand wird zur Abscheidungvon Dextrin und Stärke unter Reiben mehrere Male mit 92 volumpro-zentigen Alkohol behandelt. Die alkoholische Lösung wird filtriert, derAlkohol abdestilliert. Der Destillationsrückstand wird nachmals in gleicherWeise mit Alkohol behandelt, der Alkohol verjagt, der Rückstand mitWasser aufgenommen und zu einem bestimmten Volumen aufgefüllt.

In der so erhaltenen Lösung, welche nicht mehr als 1 °/ 0 Zuckerenthalten darf, wird der Zucker vor und nach der Inversion bestimmt.

Die Bestimmung des alkalische Kupferlösung direkt reduzierenden