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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Der Stoffwechsel des Gesamtorganismus unter verschiedenen Verhältnis

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waren, hatten eine Steigerung beider Werte um 1234°/ () zur Folge.Auch G. Bodlander 1 beobachtete eine Herabsetzung des Sauerstoff-verbrauches und Abnahme der C0 2 -Ausscheidung, Geppert 2 dagegenkonnte keine nennenswerte Änderung der Sauerstoffaufnahme und CO.,-Ausscheidung beobachten. Püth 3 konstatierte eine ziemlich beträcht-liche Abnahme beider. E. A. Parkes und Wollawicz 4 sahen beimMenschen bei kleinen Gaben eine appetitanregende Wirkung, bei größereneine den Appetit vermindernde; einen Einfluß auf den Eiweißumsatzkonnten sie nicht nachweisen. Obernier 5 beobachtete nach kleinerAlkoholgabe eine Verminderung der Harnstoffausscheidung.

Die Wirkung des Alkohols scheint demnach wenig sicher festgestellt.

Siehe noch: K. O. Neumann, Die Bedeutung des Alkohols als Nahrungs-mittel. Arch. Hyg. 1899. 36, 1. Rud. Kosemann, Über die angebliche eiweiß-sparende Wirkung des Alkohols. Pflügers Arch. 1899. 77, 405.

Über die Wirkung des Koffeins, des wirksamen Prinzipes desKaffees und des Tees, hatVoit 6 mitgeteilt, daß in keinem Falle eineirgendwie in Betracht kommende Änderung des Eiweißverbrauches kon-statiert werden konnte; es trat eher eine geringe Vermehrung, als eineVerminderung des Verbrauches ein. Voit leitet diese Vermehrung vondem Stickstoffgehalt des Kaffees her.

E. Roux 7 und A. Dehn 8 haben bei Versuchen am Menscheneine geringere Steigerung der Harnstoffausscheidung beobachtet; Ra-bute au" dagegen will eine Verminderung der llarnstoffabgabe gesehenhaben.

Ohne Zweifel bringen Kaffee und Tee im Organismus eine Ände-rung hervor, die das Nervensystem anregt, ohne daß sie den Stoffverbrauchwesentlich alterieren.

11. Einfluß der Muskeltätigkeit. Arbeit und Ruhe, Quelle derMuskelkraft.

Die Erfahrungen des täglichen Lebens zeigen, daß jede Muskol-anstrengung einen größeren Stoffverbrauch im Körper nach sich zieht; derexperimentelle Beweis für diese Tatsache wurde zuerst von A. L. La-voisier und Seguin 10 , später von K. Vierordt u und von Schar-ling 12 geliefert. Die beiden erstgenannten Forscher haben nachgewiesen,daß beim arbeitenden Menschen eine vermehrte Sauerstoffaufnahme statt-

1 Ztschr. klin. Med. 11, 548. 2 Arch. f. experim. Pathologie 22, 367.Püth, Einfl. d. Weingeistes auf die Sauerstoffaufnahme, Diss. 1885. * Pro-ceedings of the Boy. Society 18, 362 u. 19, 73. 5 Arch. f. .1. ges. Physiol.1869. 2, 508. 6 Yoit, Unters, üb. d. Kinfliüi des Kochsalzes, des Kaffees etc.München 1860, 67. 7 Compt. rend. 1873, 77, 365. 8 Dehn. Ob. d. Aus-scheidung der Kalisalze, Inaug.-Diss. Rostock 1876; Arch. f. ges. Physiol 1876.13, 367. 9 Compt. rend. 1870. 71, 426 u. 732; 1873. 77, 489. Mein.'^ l'acad. des sciences 1789, 185; Oeuvres de Lavoisier 2, 688; Report of theBritish assoc. 1871, 189; vergl. Voit 1. c. 187. 1f Vierordt, Physiol. d.Atmens 1845; Arch. f, physiol. Heilkunde 3, 536; Wagners Handwörterbuch'I- Physiol. 1844. 2, 828. <2 Ann. d. Chem. u. Pharm. 1843, 45, 214; Journ.'' prakt. Chem. 48, 435.