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Bestimmung von Ferro- und Ferrieisen nach der Titanmethode.
Zunächst titriert mau das Ferroeisen mit Kaliumpermauganat-lösung nach Zusatz von Manganosulfat (vgl. S. 473) und dann dasGosamteisen, wie oben beschrieben mit Titanchlorid.
Diese Methode läßt sich sehr rasch ausführen und liefert genaueResultate, weshalb ich sie warm empfehlen möchte.
Bestimmung von Wasserstoffperoxyd.* 1 )
Läßt man zu einer sauren Lösung von WasserstoffperoxydTitanochloridlösung fließen, so färbt sich die Lösung zunächstgelb, dann tief orange, und sobald die Farbe ein Maximum erreichthat, findet auf weiteren Zusatz von Titanochlorid Abblassung undendlich vollständige Entfärbung der Lösung statt, was die beendeteReduktion anzeigt.
Die Reaktien verläuft in zwei Phasen: zunächst bildet sichPertitansäure, die dann zu Titandioxyd reduziert wird :
1. Ti.,0... + 3 H 2 0 2 = 2 TiO, -\- 3 H 2 0
2. 2 Ti0 3 + 2 Ti 2 0 3 = 6 TiO,oder zusammengefaßt:
3 Ti 2 0 3 -4- 3 H 2 0 2 = 6 Ti0 2 -f 3 H 2 0oder
Ti 2 0 8 -4- H 2 0 2 = 2 Ti0 2 + 11,0.
Wegen der Veränderlichkeit des Titers der Titanochloridlösungstellt man sie vor jedem Versuche wie oben angegeben auf eineFerrichloridlösung ein und drückt den Titer in Eisen aus.
Angenommen man habe zur Reduktion von 1 ccm Wasser-stoffperoxyd t ccm Titanochlorid, wovon 1 ccm = a g Eisen, verbraucht.
so i gt: _ ,„.
Fe:|H 2 0 2 =at:x
55-9 : 17-008 = at:x
17-008.at _ „;.JA„(L
55-9
und in Prozenten:
30-407.at=°/ 0 H 2 O :i .
Will man das Resultat in Volumprozent aktiven Sauerstoffs aus-drücken (vgl. 8. 483), so hat man:
10013-86 . nt t = Vol. % Sauerstoff.
Auch läßt sich nach Knecht und Hibb ert die Perscliwefel-säure 2 ) mittels Titanochlorid bestimmen. Man versetzt die Lösung
J j Knecht und Hibbert, B. B. 38 (1905), S. 3324.2 ) Knecht und Hibbert, ebenda.