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Menge des Mangansalzes, der Vorschrift zufolge, die des Eisens weitübertrifft."
Obgleich es nun möglich ist, Ferrosalze in salzsaurcr Lösungbei Gegenwart von Manganosulfat und Schwefelsäure mit Kalium-permanganat zu titrieren, so besitzt die Methode doch gegenüber derTitration einer rein schwefelsauren Lösung den Nachteil, daß derEndpunkt wegen der gelben Farbe des sich bildenden Ferrichloridsnicht so deutlich erkannt werden kann. (Ferrisulfat in schwefel-saurer Lösung ist viel weniger gefärbt.) Versetzt man aber dieLösung nach C. Reinhardt !) mit genügend Phosphorsäure, so ver-sehwindet die gelbe Farbe vollständig und der Umschlag läßt nichtszu wünschen übrio-.
Titrierung von Ferrosalzen in salzsaurer Lösung nachZimmermann-Reinhardt.
Man versetzt die Lösung mit 6—8 cem der weiter unten ange-gebenen Mangansulfatlösung, verdünnt mit ausgekochtem Wasser auf500 cem und titriert mit Permanganat.
Die hiezu nötige Mangansulfatlösung wird wie folgt be-reitet. Man löst 67 g kristallisiertes Mangansulfat (MnS0 4 -f- 4 H 2 0)in 500—600 cem Wasser, fügt 138 cem Phosphorsäure vom spezifischenGewichte l - 7 und 130 cem konzentrierte Schwefelsäure (spezifischesGewicht 1'82) hinzu und verdünnt mit Wasser zu 1 /.
Liegt das Eisen als Ferrisalz vor, so muß es zunächst zu Ferro-salz reduziert werden, ehe die Titration mit Permanganatlösung vor-genommen werden kann.
Die Reduktion der Ferrisalze zu Ferrosalzen
kann nach verschiedenen Methoden vorgenommen werden.
1. Durch Schwefelwasserstoff.Bereits Seite 82 beschrieben.
2. Durch Schwefeldioxyd.
Man neutralisiert die Ferrisalzlösung mit Natriumkarbonat, 2 ) fügtüberschüssige schweflige Säure hinzu und kocht, unter gleichzeitigem
J ) Stahl und Eisen 1884, S. 709, und Chem. Ztg. 13., 323.2 ) Bei Gegenwart von viel überschüssiger Salz- oder Schwefelsäure werdendie Ferrisalze durch S0 2 nicht quantitativ reduziert.