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über kleinem Flärnmchen bis zum völligen Auflösen des Eisens underhält kurze Zeit in leisem Sieden. Dann läßt man erkalten, entferntden Pfropfen und läßt die Permanganatlösung direkt zu der Flüssig-keit im Kolben fließen bis zur 1 j 2 Minute lang bleibenden Kotfärbung.
Statt des Bunsenventils kann man auch den in Fig. 80 ab-gebildeten Contat-Göckel sehen Aufsatz x ) anwenden. In demTrichter befindet sich eine kaltgesättigte Natriumbikarbonatlösung,durch welche der im Kolben entwickelte Wasserstoff strömt. Sobalddas Eisen gelöst ist und die Flüssigkeit im Kolben einige Minutengekocht hat, entfernt man die Flamme. Durch die nun stattfindendeAbkühlung entsteht im Innern des Kolbens Minderdruck und eswird etwas von der Biharbonatlösung in den Kolben gesogen, aberin der sauren Flüssigkeit sofort, unter Entwicklung von Kohlen-dioxyd, zersetzt, wodurch ein weiteres Eindringen der Bikarbonat-lösung verhütet wird.
Durch die Anwendung des Contat-Göckel sehen Ventils istein Zusammendrucken des Kolbens durch den äußeren Luftdrucksieher ausgeschlossen, was bei Anwendung des Bunsenventils nichtimmer der Fall ist. Bei Benützung von Kolben, die nicht über250 cem enthalten, ist mir nie ein Kolben mit Bunsenrentil ge-platzt ; bei größeren dünnwandigen ist dagegen Zertrümmern derselbenfast unvermeidlich.
S. Christie fand nach dieser Methode den scheinbaren Eisen-gehalt eines Blumendrahtes zu 99 - 985°/ 0 und in einem anderenBlumendrahte fand Dr. Schudel 10O21°/ 0 . Ich möchte betonen,daß der scheinbare Eisengehalt des Blumendrahtes, je nach den Be-dingungen, die beim Lösen desselben herrschen, verschieden gefun-den werden kann. So fällt er höher aus, wenn man das Lösen imkloinen Kolben mit Bunsenvontil bei Wasserbadtemperatur vor-nimmt, als wenn man die Flüssigkeit längere Zeit zum Sieden er-hitzt, weil die Flüssigkeit dann mehr von den verunreinigendenStoffen zurückhält. 2 ) Durch Lösen im großen Kolben (vgl. S. 80),bei gleichzeitigem Durchleiten von C0 2 , erhält man, je nach derDauer und Geschwindigkeit, mit welcher das CO^ durch die Flüssig-keit streicht, höhere oder niedrigere Resultate. Streicht aber dasC0 2 rasch und lange genug durch die Flüssigkeit, so sind die Er-gebnisse dieselben bei AVasserbad-, wie bei Siedehitze, einerlei, ob
versehen, das man durch Feilen mit einer Rundfeile senkrecht zur Längs-richtung leicht herstellen kann, ersetzt. Dieses Kohr hat den Zweck das Zu-sammenpressen des Schlauches an der Spaltstelle zu verhindern und so einEindringen von Luft sicher zu vermeiden.
J ) Ch. Ztg. 1898, S. 298, und Zeitschr. f. angew. Ch. 1899, S. 620.
2 ) Dr. Schudl fand den scheinbaren Eisengehalt eines Blumendrahtesbeim Lösen, desselben in 500 com verdünnter H 2 S0 4 nach Seite 75, also beiWassorbadtemperatur, in zwei Versuchen = 100'51 und 100-53% Fe, beimLösen im Ventilkolben = 100-14 und 10028 0 ,,, Ve.