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2 (1907) Quantitative Analyse
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8 Monaten wurden diese Lösungen mit derselben, aber frisch aufelektrolytisches Eisen eingestellten Permanganatlösung titriert, mitfolgenden Resultaten:

Wässerige Oxalsäure

öchwefelsäurehaltigeOxalsäure

Frisch bereitet 1000 ccm = 10006 ccmVio n. Lös.

Nach 8 Monaten! 1000 ccm = 994'9 ccm»/, n. Lös.

1000 ccm = 1002-5 ccm

Vto n. Lös.1000 ccm = 1001'8 ccm

Vio u. LÖS.

Nach 8 Monaten hatte die wässerige Oxalsäure5-7°/ 00 ihres Wirkungs wertes, die schwefelsäurehaltigeOxalsäure bloß O"7°/ 00 eingebüßt.

Man kann sich also recht wohl der schwefelsäurehaltigen Oxal-säure zur Titerstellung der Permanganatlösung bedienen, vorausgesetzt,daß die Lösung nicht länger als 8 Monate gestanden hat. DieAnwendung von älterer, wässeriger Oxalsäure istdurchaus zu verwerfen.

3. Mit metallischem Eisen.

Früher bestimmte man den Titer der Kaliumpermanganatlösungdurch Lösen einer bekannten Menge Blumendrahtes in verdünnterSchwefelsäure bei Luftabschluß und Titrieren dieser Lösung mit derfraglichen Permanganatlösung. Man nahm dabei im Blumendrahtebald 99-6, bald 99'7 oder gar 99-9°/ 0 Eisen an. Um dieser Will-kür ein Ende zu machen, ging Classen 1 ) von reinem Eisen aus.das er durch Elektrolyse des Fcrroammoniumoxalats in mit einemUhrglase bedeckter Platinschale erhielt. Dieses Eisen löste er inverdünnter Schwefelsäure und titrierte mit der zu stellenden Per-manganatlösung. Bei der Lösung des Eisens in verdünnter Schwefel-säure in der Platinschale war immer noch die Gefahr einer geringenOxydation des Eisens vorhanden, welche der Verfasser vormied,indem er das Eisen auf kloinen zylindrischen Elektroden abschiedund diese dann in einer Kohlendioxydatmosphäre mit ausgekochterSchwefelsäure behandelte (vgl. S. 80). Auf diese Weise erhält mantatsächlich richtige Resultate. 2 )

Der Verfasser zeigte auch, daß es durchaus unzulässig ist, den Titerder Permanganatlösung mit Blumendraht zu stellen, auch wenn manüber den wirklichen Eisengehalt genau orientiert ist, da man stetsmehr Permanganat vorbraucht, als zur Oxydation des Eisens nötig

1 ) Mohr-Classen, Lehrbuch d ehem. anal. Titriermethode, 7. Aufl.(1896), S. 215.

2 ) Treadwell, Die ehem. Untersuchung der Heilquellen von Passuggbei Chur, Zürich 1898 (vgl. ferner S. 81).