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Eine solche kohlensäurefreie Natronlauge zieht rasch Kohlen-säure an. Um dies zu verhindern, verbindet man die Vorratsflache,wie aus Fig. 78 ersichtlich, einerseits mit einem Natronkalkrohr N,anderseits mittels der Röhren p und r mit der Bürette. Die Füllungder Bürette geschieht durch Öffnen des Glasstabhahnes a. In dieserWeise läßt sich die Lauge längereZeit kohlonsäurefrei aufbewahren.Um zu erkennen, ob die Lösungnach längerer Zeit Kohlensäureangezogen hat, führt man zweiparallele Titrationen, die eine in derKälte, die andere in der Wärmeaus, unter Anwendung von Phenol-phtalein. Stimmen die Resultateüberein, so ist die Lösung kohlen-säurefrei. Im entgegengesetzton Fallebereitet man eine frische Lösung,oder bestimmt nach Seite 439 denKohlensäuregehalt derselben undbringt bei der Analyse eine ent-sprechende Korrektion an.
In vielen Fällen ist es vor-teilhafter, sieh einer 1 / 10 normalenBaryumhydroxydlösung zu bedienen,die, solange sie klar bleibt, kohlen-säurofrei ist.
Bereitung der J /io Normalbaryt-lösung
Ba(OH) 2
1000 com enthalten
8H 2 0
20
315-544
Fisr. 78.
Das im Handel vorkommende kristallisierte Baryumhydroxydenthält immer Baryumkarbonat. Man kann daher die Lösung nichtdurch Abwägen der richtigen Menge des Handelsprodukts darstellen,sondern man wägt ganz roh auf der Handwage ca. 20 g 1 ) käuf-lichen kristallisierten Baryumhydrats ab, bringt dieses mit dernötigen Menge destillierten Wassers in eine große Flasche, ver-schließt und schüttelt, bis die Kristalle vollständig verschwundensind und nur leichtes Baryumkarbonatpulver ungelöst zurückbleibt.
v ) Es ist vorteilhaft, gleich mehrere Liter Barytlösung zubereiten; manwäge daher für jedes zu bereitende Liter 20 y Baryumhydroxyd ab.
Treadwell, Analytische Chemie. II. 4. Aufl. "8