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2 (1907) Quantitative Analyse
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ein kurzes rechtwinklig gebogenes Glasrohr geht und verbindet letz-teres mittels eines langen Kautschukschlauches mit einem Kipp sehenKohlendioxydapparat und schüttelt so lange kräftig, bis kein Kohlen-dioxyd mehr absorbiert wird, was ca. 1 / ä 3 / 4 Stunde in Anspruchnimmt. In dem Maße, wie das Kohlendioxyd aufgenommen wird,scheidet sich Natriumbikarbonat aus. Man kühlt nun die Lösungunter beständigem Einleiten von Kohlendioxyd auf 0 Grad ab, bringtden dicken Kristallbrei auf eine mit einem Filter von gehärtetemPapier versehene Nutsche und saugt die Mutterlauge vollständig ab.Hierauf spült man das oft noch stark mit Chlor und Schwefelsäureverunreinigte Natriumbikarbonat mit 50 ccm auf 0 Grad abgekühltemund mit Kohlendioxyd gesättigtem, destilliertem Wasser zurück inden Erlenmeyer-Kolbon, schüttelt kräftig durch und nutscht wiederab. Diese Operation wiederholt man so lange, bis 3 g des feuchtenSalzes keine Reaktion auf Schwefelsäure und Chlor mehr geben.

Das erhaltene reine Salz wird zunächst im Wasserbade getrocknetund in einer wohlverschlossenen Flasche zu weiterem Gebrauche auf-bewahrt.

Normalsalzsäure.

1000 ccm enthalten 1 HCl = 36-458 g.

Man verdünnt reine konzentrierte Salzsäure mit Wasser bis aufca. l - 020 spezifisches Gewicht und erhält so eine etwas zu starkeLösung. Um dieselbe ganz genau einzustellen, titriert man damit eineabgewogene Monge der ehemisch reinen Soda und berechnet dann,wieviel Wasser zugesetzt werden muß, um eine genaue Lösung zuerhalten. Man bringt ungefähr 8 g des gereinigten und getrocknetenNatriumbikarbonats in einen geräumigen Platintiegel, stellt diesenin das Loch einer schräg gehaltenen Asbestscheibe (vgl. S. 267)und erhitzt, unter häufigem Umrühren des Tiegelinhalts mit einemkurzen dicken Platindraht, den man die ganze Zeit im Tiegel be-läßt, 1 ) ca. 1 j 2 Stunde über kleinem Flämmchen, so daß nur derBoden dunkel rotglühend wird. Ein Zusammensintern oder garSchmelzen muß peinlich vermieden werden, weil die Soda beim be-ginnenden Schmelzen meßbare Mengen Kohlendioxyd verliert. Nachdem Erhitzen läßt man im Exsikkator erhalten und wägt, erhitztwieder etc. und überzeugt sich durch eine zweite, eventuell dritteWägung von der Gewichtskonstanz. 2 )

*) Wegen der Hitze kann man selbstverständlich den Platindraht nichtmit den Fingern anfassen; man halte ihn daher mit einer mit Platinspitzeversehenen Zange.

2 ) Wenn man dennoch befürchtet hiebei einen geringen Verlust anKohlendioxyd zu erleiden, was aber kaum der Fall ist, so kann man nachLunge-Böckmann, Chem. techn. Untersuchungsmeth. Bd. I., 5. Au9. S. 99