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eingeteilt sind. Obwohl die Meßgefäße heute meist sehrgenau hergestellt sind, so sollte sich doch jeder Ana-lytiker durch eigene Versuche von deren Richtigkeitüberzeugen; am besten ist es, die Maßkolben und Vollpipettenselbst zu eichen.
Normalvoltun und Normaltemperatur.
Als Normalvolum dient das Liter. Ein Liter ist das Volum, dasein Kilogramm Wasser bei seiner größten Dichte einnimmt. Will mandieses Volum in einem Gefäße abgrenzen, so hängt die Lage der Markevon der Temperatur ab, die das Gefäß hat. Man muß deshalb fürdas Gefäß eine bestimmte, die sogenannte Normaltemperaturwählen. Als solche gilt jetzt fast allgemein 15° C. Demnach wäreWasser von -(-4° C in einem Gefäße von 15° abzuwägen und gleich-zeitig, da das Kilogramm die Einheit der Masse ist, die Wägung imluftleeren Räume auszuführen.
Diese experimentelle Unmöglichkeit kann man rechnerisch um-gehen, da man sowohl das Gewicht von 1 l Wasser bei anderenTemperaturen als -\- 4°, als auch die Ausdehnung des Glases kenntund sich der Auftrieb, den das Wasser und die Gewichte im luft-erfüllten Räume erfahren, leicht bestimmen läßt. Das Gewicht, dasman auf die Wagesehale zu legen hat, um den Raum eines Litersabzugrenzen, hängt also von der Temperatur des Wassers und desGefäßes, sowie von der jeweiligen Dichte der Luft ab. Die Luft-dichte ist variabel und müßte deshalb jedesmal aus ihren Elementen(Druck, Temperatur und Feuchtigkeit) ermittelt werden. Es genügtin den meisten Fällen für diese Größen mittlere, der Örthchkeit ent-sprechende Werte anzunehmen.
Über die Dichte des W a s s e r s gibt folgende Tabelle Auskunft:
Dichte des Wassers bei v e r s c hied e ne n T em p eraturen. x )
Dichte
Dichte
Dichte
0°
1
2
3
4
5
6
7
0-9998679926996899921-0000000-99999299689929
9101112131415
0-99987698089727963295240-9994040-9992719126
16°
17181920212223
0-99896988008621843082298017
0-9977957563
') Thie3en, Scheel u. Diess elhorst, "VViss. Abh. d. Phys. Techu.Reichsanst. IV. 1904. S. 32.