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2 (1907) Quantitative Analyse
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Wasser aus und trocknet. Das Eilterchen äschert man ein, wägtdie Asche (Glassplitter), zieht deren Gewicht von der Summe des.Todsilbers -)- Glas ab und ermittelt so das Gewicht des reinenJodsilbers.

Diese Methode eignet sich auch, um Quecksilber und Blei inmanchen organischen Verbindungen in eine durch Schwefelwasserstofffällbare Form überzuführen.

Die Methode von Carius ist weitaus die bequemste zur Be-stimmung der Halogene in organischen Substanzen, wenn nur einesderselben vorliegt. Kommen zwei oder alle drei vor, so ist diefolgendeKalkmethode''' der Carius sehen vorzuziehen.

2. Die Kalkmethode.

In eine ca. 40 cm lange und 1 cm weite, an einem Endezugeschmolzene Röhre von schwer schmelzbarem Glase bringt maneine 5 6 cm lange Schicht chlorfreien Kalkes (CaO). hierauf ca.05 g Substanz, dann wieder eine 5 cm lange Schicht Kalk, mischtmit einem Kupferdrahte, dessen eines Ende einmal schraubenartiggewunden ist, füllt die Röhre dann fast ganz mit Kalk an, klopft,so daß ein kleiner Kanal oberhalb des Gemisches entsteht, und legtdie Röhre in einen kleinen Verbrennungsofen (vgl. Kohlenstoff).Zunächst erhitzt man die vordere substanzfreie Kalkschicht zurdunklen Rotglut, hierauf sorgfältig das hintere Ende des Rohres undschreitet allmählich damit fort, bis die ganze Röhre dunkelrotglühendist. Nach dem Erkalten bringt man den Rölireninhalt in ein ge-räumiges Becherglas, löst den Kalk in kalter verdünnter chlorfreierSalpetersäure, filtriert vom Kohlenstoffe ab und fällt das Halogen mitSilbernitrat etc.

Enthält der Kalk Kalziumsulfat, so wird dieses zu Kalzium-sulfid reduziert, welches mit der verdünnten Salpetersäure Schwefel-wasserstoff entwickelt, der beim Versetzen der Lösung mit Silber-nitrat mit den Halogensilbersalzen als Silbersulfid fällt. In diesemEalle versetzt man die Lösung vor dem Ansäuern mit etwas halogen-freiem Wasserstoffporoxyd, erhitzt, um den Überschuß an Wasser-stoffperoxyd zu zerstören, säuert nach dem Erkalten an, filtriert undfällt mit Silbernitrat. J ) Bei stickstoffreichen Verbindungen kann siehlösliches Kalziumcyanid bilden und man hat daher in solchen Fällenauch auf Cyan Rücksicht zu nehmen (vgl. Trennung des Cyans vonChlor, Brom und Jod, S. 250).

J ) W. Biltz (Chem. Ztg. 1903, Kep. S. 142) trennt das Haloid vomSulfid, indem er beide als Silbersalze fällt und diese dann mit einer ammonia-kalischen Natriumthiosulfatlösung behandelt, wodurch das Silberhaloid in Lösunggeht, aus welcher das Silber durch Schwefelammonium als Silbersulfid abge-schieden und als Silber bestimmt wird.