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2 (1907) Quantitative Analyse
Entstehung
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fügt dann zu je 100 ccm Lösung 2 ccm Wasser hinzu, rührt um,läßt das gefällte Chlornatrium sich absetzen und gießt die überstehendeLösung durch einen mit Platinkonus ver-sehenen Trichter ab, wäscht das zurück- f ( -* MCIbleibende Salz dreimal durch Dekantationmit 95°/ 0 igem Alkohol, bringt es schließ-lich in den Trichter, saugt die Flüssigkeitmittels einer Wasserstrahlpumpe möglichstah und wäscht dann noch dreimal mitAlkohol nach.

In Lösung befindet sich sicher allesKalium, nebst Natrium und vielleicht auchKalzium, Magnesium und Schwefelsäure.

Man verdampft die erhaltene Lösung Fig. 23.

im Wasserbade, womöglich zur Trockene

(wenn dies wegen freier Schwefelsäure nicht möglich seinsollte, so raucht man die Schwefelsäure über freier Flamme ab),wägt den Rückstand, den man nachher in möglichst wenig Wasserlöst, und fügt für jedes Dezigramm Salzgemiseh 3 ccm doppeltnor-male Salzsäure und mehr als hinreichend Chloroplatinsäure hinzu,um das Kalium zu fällen, verdampft zu einem Brei und fügt all-mählich unter beständigem Zerreiben des Niederschlages mit eineman einem Ende plattgedrückten Glasstabe, 20 ccm 96°/ 0 igen Alkoholzu. Nach fünf Minuten fügt man noch 5 ccm Äther hinzu, läßt 1 L Stundeunter einer Glasglocke stehen x ) und filtriert. Da der Niederschlag oftgeringe Mengen fremder Chloroplatinate enthält, so reinigt man ihnwie folgt: Man läßt den Niederschlag an der Luft trocknen, löstihn in heißem Wasser, fügt einige Tropfen Chloroplatinsäure undSalzsäure hinzu und wiederholt obige Operation. Der so erhalteneNiederschlag enthält alles Kalium, nebst Kochsalz und vielleichtNatriumsulfat etc. Man wäscht mit Ätheralkohol, bis dieser völlig-farblos durch das Filter fließt, trocknet, befeuchtet mit heißemWasser, fügt einige Tropfen chemisch reines Quecksilber 2 ) hinzuund digeriert, unter beständigem Umrühren mit einem Glasstabe, imWasserbade, bis die Flüssigkeit vollständig farblos erseheint.

Durch diese Behandlung wird das Kaliumchloroplatinat, unterAbscheidung von Platin vollständig zersetzt:

K 2 [PtCl 6 ] +4 Hg= 2 KCl + 2 Hg 2 Cl 2 + Ptoder K 2 [PtCl 6 ] -f Hg 2 = 2 KCl -j- 2 HgCl 2 -f Pt -

J ) Wurde genügend Chloroplatinsäure zugesetzt, so ist die überstehendeFlüssigkeit gelb gefärbt; ist das nicht der Fall, so fügt man noch Chloro-platinsäure hinzu, rührt um und läßt eine Stunde stehen.

2 ) Sonnstädt, Zeitsehr. f. analyt. Ch., 36, 501.

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