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2 (1907) Quantitative Analyse
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größten Teil dos Niederschlages auf ein reines Uhrglas, legt dasFilter in den Trichter zurück, löst die an der Schale, in welcherder Niederschlag erzeugt wurde, noch haftenden geringen Partiendes Niederschlages in siedend heißem Wasser, gießt die Lösungdurch das Filter und fangt sie in einer gewogenen Platinschaleoder einem Platintiegel auf, verdampft bei möglichst niedriger Tem-peratur im Wasserbade zur Trockene, bringt hierauf die Hauptmengedes Niederschlages ohne Verlust in die Schale hinein, trocknet bei160° C und wägt. Die Berechnung des Kaliums resp. des Chlor-kaliums aus dem Gewichte des Niederschlages geschieht wie folgt:

M a n m u 11 i p 1 i z i e r t d a s g e f u n d e n e G e w i c h t p (K 2 [PtCl 6 ])mit 0-3056 und erhalt das Gewicht des Chlorkaliums.

Bemerkung:

Den Koeffizienten 0-3056 erhält man aus der Formel K ä [PtCl ß ]unter Zugrundelegung des alten Atomgewichtes des Platins = 197'20;K = 39-15; Cl = 35-45. (0 = 18.)

K 2

78-30

Pt

=

197-20

Cl 6

=

212-70

2 KCl

1 : x

488-20: 149*2:x = 0-30501.

Benutzt man das Seubertsche Atomgewicht 0 =: 16, Pt:so erhält man einen höheren Faktor:K = 78-30Pt =194-80CL. = 212-70

194-8,

485'80 :149-2= 1 :xx = 0-30712.

Würde man diese Zahl unserer Berechnung zuGrundelogen, so erhielten wir einen höheren Gehaltan Chlorkalium, welcher aber, trotzdem das Atom-gewicht des Pt 194-8 sicher richtiger ist als die alteBerzeliussche Zahl 197-2, falsch ist. 1 ) Der Grund hievonist dieser: Der Niederschlag, den wir für K 2 [PtCl ß ] ansahen, hat inWirklichkeit nicht genau diese Formel. Er enthält zu wenig Chlorund ferner noch Sauerstoff und Wasserstoff, welche bei 160°nicht in Form von Wasser entweichen. Wir müssen annehmen, daßdie Platinichlorwasserstoffsäure, H 2 [PtCl (i ], beim Eindampfen ingeringem Maße, vielleicht nach dem Schema:

H 2 [PtCl 6 ] -f H 2 0 ^H 2 [PtCLOH] -f HCl

J ) Vgl. Fresenius, Zeitschrift für analyt. Ch. 1882, S. 234, fernerF. Dupre,Die Bestimmung des Kaliums als Kaliumplatinchlorid". Inaugural-Dissert., Halle 1893. Ferner W. Dittmar u. Mc. Arthur, Journ. Soc. Chem. Ind.6, 799 und B. B. 1888. Eef. 412.

I