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Man ermittelt zunächst den Nullpunkt der Wage, indem mansie in unbelastetem Zustande in Schwingung' versetzt, eine ungeradeAnzahl Schwingungen (5) J ) beobachtet und hieraus das Mittelnimmt. Um Zahlen mit gleichem Vorzeichen zu erhalten, numeriertman die Skala von links nach rechts mit 0—20, so daß der Null-punkt bei gleich langen Hebelarmen bei Teilstrich 10 sein würde.
Hierauf bestimmt man die Empfindlichkeit der Wage für denzu wägenden Gegenstand. Zu diesem Zwecke bringt man den Gegen-stand auf die linke Wageschale, stellt durch Auflegen von Ge-wichten auf die rechte Schale möglichst genau Gleichgewicht herund notiert den Einstellungspunkt. Nun legt man 1 mg zu denGewichten und bestimmt von neuem den Einstellungspunkt.
Die Differenz (d) zwischen diesem und dem vorhergehendenEinstellungspunkt ergibt die Empfindlichkeit der Wage. Ange-nommen, der Nullpunkt sei bei 10'22, die erste Einstellung beimWägen des Körpers, bei einer Belastung von 19"723 g, sei bei9 "80 und die Einstellung nach Mindorbelastung um 1 mg, also beider Belastung von 19"722 g, sei bei 12-32 gefunden worden, soergibt sich die Empfindlichkeit der Wage zu 12-32 — 9'80 = 2'52Skalenteilen.
Da nun der Nullpunkt bei 10-22 und der Einstellungspunktbei der Belastung 19-723 g bei 9 - 80 ermittelt wurde, so ergibtsich, daß der Körper zu leicht war, d. h., daß sich auf der rechtenSchale zu viel Gewicht befand, und zwar um so viel zu viel,als nötig ist, um den Einstellungspunkt von 9 80 auf den Nullpunktzu verschieben; also um 10-22 — 9'80 = 0-42 Skalenteile. DiesenBetrag ermitteln wir aus der Empfindlichkeitsbestimmung wie folgt:
Da 2-52 Skalenteile 1 mg entsprechen, so entsprechen 0-42Skalenteile demjenigen Gewichte, das wir von 19'723 g abzuziehenhaben, um zum Nullpunkt zu gelangen, also
2-52 : 1 = 0-42 : x0-42
2-52
= 0 - 17 mg oder rund 0"2 mg
Das wahre Gewicht dos Körpers in der Luft ist daher19-723 — 0-0002 = 19-9228 2 ) g
Beim Wägen gewöhne man sich daran, die Beobachtungen stetsin gleicher Weise zu notieren, etwa wie folgt:
*) läe zwei ersten Schwingungen sind wegen der Erschütterung, ver-ursacht durch das Schließen der "Wagetür etc., ungenau und werden dahernicht mitgezählt.
2 ) Da die meisten analytischen Wagen kaum mehr als ] /io mg mitSicherheit angeben, so gibt man die Wägungen nur bis zur 4. Dezimale an.Sollte bei der Ausrechnung die 5. Dezimale 6 oder mehr betragen, so erhöhtman die 4. Stelle um 1.