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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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Oxalsäure :Weinsäure :Citrouensäure :

Durch das Verhalten der Kalk salzecharakterisiert und auch eventuell nebeneinander nachzuweisen. Weinsäureist durch das saure Kaliumsalz(papf. 85) charakterisiert. Bezüglich desVerhaltens von Weinsäure und Ci-tronensäure zu ammoniakalischerSilberlösung vgl. pag. 86 u. 87!Chlorwasserstoff. Bromwasserstoff. Jodwasserstoff.Cyanwasserstoff. Unterscheiden sich durch das Verhaltender Silbersalze zu Ammoniak: AgCl ist in verdünntemNH 3 leicht löslich, ebenso AgCN; AgBr ist in konz. NH 3löslich; AgJ ist in Ammoniak unlöslich 1 ).!

Löst sich daher der in HNO' unlösliche Silbernieder-schlag in NH S auf, so ist <1H abwesend, dagegen könnenHCl, HCN und HBr zugegen sein. Man prüfe dann aufHCN mittelst der auf Bildung von Berliner blauberuhenden Reaktion (vgl. pag. 74), auf BrH mit Schwe-felkohlenstoff und Chlorwasser (vgl. pag. 71). Ist nunweder HBr, noch HCN zugegen, so zeigt die Löslichkeitdes Niederschlags in NH 1 die Gegenwart von HCl an. Ist HBr oder HCN zugegen, so ist auf HCl durchDestillation mit K 2 Cr 2 0 7 und H 2 S0 4 zu prüfen (vgl.pag. 70). Ist HCN zugegen, so fälle man mit AgNO 3 ;den Niederschlag koche man mit einem Gemisch gleicherRaumteile Schwefelsäure und Wasser: AgCN löst sich nach2AgCN +.2H 2 SO* + 2H 2 0 - Ag 2 S0 4 + 2CO + (NH 4 ) 2 S0 4 ;AgCl bleibt ungelöst.

1) Bei Gegenwart von Ferro- und Ferricyanwasser-stoff glüht man die Silberfällung im Porzellantiegel, wo-durch die Silbersalze dieser beiden Säuren und des Cyanwasser-stoffs zerfallen, kocht mit Natronlauge oder schmilzt mitNa 2 C0 3 den Rückstand und prüft das Filtrat, resp. den wässerigenAuszug auf. HCl, HBr und HJ.