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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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Im ersteren Falle wird gleichzeitig schweflige Säureentweichen, im letzteren Schwefelwasserstoff. DiePolysulfide reagieren übrigens immer alkalisch.)

Man achte ferner auf die beim Versetzenmit Salzsäure entweichenden Gase: über ihreUnterscheidung vgl. pag. 106 ff. und 112! SchwefligeSäure verjage man durch Erwärmen, da sonst beim Ein-leiten von Schwefelwasserstoff Schwefelabscheidung erfol-gen würde (neben Bildung von Pentathionsäure):5S0 2 + 5H 2 S = H 2 S 5 0° + 5S + 4H 2 0.Chlor, Unter Salpetersäure etc. wären ebenfalls zuverjagen.

b) Alkalische Lösungen versetzt man mit Salz-säure zunächst bis zur sauren Reaktion und beobachtetnun, ob Niederschläge entstehen, sowie ob Gase entweichen.Aus alkalischen Lösungen können sich abscheiden:

1. Schwefel und Schwefelmetalle untergleichzeitiger Entwicklung von Schwefel wasserstoff-gas. Die Sulfide sind die Sulfosäuren: As 2 S 3 , As 2 S 5 ,Sb 2 S\ Sb 2 S", SnS 2 : man prüfe sie nach dem betreffendenAbschnitte der zweiten Gruppe. Unter Umständen kön-nen sich hier noch CuS, HgS und NiS finden. Das Filtratprüfe man direkt nur auf die fünfte und sechste Gruppe.

2. Cyanide der schweren Metalle (die inCyanal kalimetallen gelöst waren) unter Entwick-lung von Cyanwasserstoff. Man füge zur Lösung,in der sich der Niederschlag befindet, konz. Salzsäureund erwärme. Die Cyanide werden dadurch in Chlo-ride übergehen und sich eventuell wieder lösen; nurChlorsilber wird ungelöst zurückbleiben. Die Lö-sung wird auf die folgenden Gruppen weiter geprüft;das Chlorsilber wäre auf seine Löslichkeit in Am-moniak zu prüfen.

Medious, quäl. Aualyso. 16. u. 17. Aufl. «7