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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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säure. Es werden gefällt:

Weiß, käsig: Silber als Silberchlorür, AgCl.

Weiß, fein: Quecksilberoxydul als Queclc-

süberchlorür, HgCl.Weiß, krystalliniscb: Blei als Bleichlorid, PbCl 2 .

Letzteres fällt nur unvollständig, da es in Wasser et-was löslich ist; es muß deshalb stets auch in der zweitenGruppe darauf geprüft werden. Man fälle in derKälte: es könnte sonst Chlorblei gelöst bleiben, daes in heißem Wasser leicht löslich ist; ferner könnten beiGegenwart von Salpetersäure geringe Mengen von Queck-silberoxydulsalzen übersehen werden, indem beigleichzeitiger Anwesenheit von HCl und HNO 3 Quecksilber-chlorür in der Wärme in Quecksilberchlorid (löslich) über-geht. Man beachte ferner, ob sich der Nie-derschlag in einemUeberscliusse des Fällungs-mittels nicht wieder löst: Wismutlösungengeben beim Zusatz von verdünnter Salzsäure (bei Gegen-wart von viel Wasser) weiße Niederschläge von Wismut-oxychlorid, BiOCl, in mehr Salzsäure zu BiCF löslich.Antimonverbindungen, besonders Brech Wein-stein, geben mit verdünnter Salzsäure Antimonoxy-chlorid, SbOCl, im Ueberschuß der Säure zu SbCP lös-lich. Ebenso würde Weinstein, KHC 4 H 4 0°, wenn ersich abgeschieden haben sollte, durch HCl wieder gelöstwerden: KHC 4 H 4 0° + HCl = C 4 H fi b° + KCl.

Ferner können in der ersten Gruppeausfallen: Borsäure (krystallinisch), organischeSäuren, Schwefel. (Schwefel wird sich abscheidenaus unter schwefligsauren Salzen und Poly-sulfiden:

Na 2 S a 0 3 + 2HC1 : - 2NaCl + S + SO 2 + H 2 0

(NH 4 ) 2 S 3 + 2HC1 = 2NH 4 C1 + 2S + H 2 S.