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Die unlöslichen Ferro- und Ferricyanverbin-dungen werden durch Kochen mit kohlens. Na-trium oder Natronlauge aufgeschlossen. Es entstehteinerseits Ferro-, resp. Ferricy annatrium, andrer-seits Carbonat oder Oxyd:
Pb 2 FeC 6 N° + 2Na 2 C0 3 = Na 4 FeC G N° + 2PbC0 3(VFeCN 6 + 4NaOH = Na 4 FeC°N 6 + 2CuO + 3H 2 0.Die wäßrige Lösung wird abfiltriert und auf die Säuregeprüft, die Carbonate oder Oxyde werden in verdünnterSalpetersäure aufgenommen. (Beim Aufschließen mit NaOHkönnen Pb, Zn, AI, auch As, Sb und Sri in Lösung gehen.Man prüfe gegebenen Falles einen Teil der alkalischenLösung durch Uebersättigen mit Schwefelwasserstoff aufPb, Zn und AI; beim Ansäuren des von einem eventuellerhaltenen Niederschlage ablaufenden Filtrates oder derklar gebliebenen Lösung würden sich dann Sn, Sb undAs als Sulfide abscheiden lassen.)
Bei Aufschließung der Ferricyanmetalle mittelsNaOH erhält man Ferricyannatrium, wenn das ent-stehende Metalloxyd nicht weiter oxydierbar ist:Cu 8 (FeC 6 N 6 ) 2 + 6NaOH = 2Na 3 FeC°N° + 3CuO + 3H 2 0.Kann dagegen das ausgeschiedene Oxyd höher oxydiertwerden, so geschieht dies unter Reduktion des Ferri-cyannatriums zu Ferrocyannatrium:
Fe 3 (FeC 6 N 6 ) 2 + 8KOH = 2K 3 FeC c N« 1 + 3Fe(OH) 2 + 2KOH= 2K 4 FeC 6 N° + 2Fe(OH) 3 + Fe(OH 2 ).
Zum Nachweise der Säure schließt man deshalb womög-lich mittelst Na 2 C0 3 auf.
Soll in den Ferro- und Ferricyanverbindungen Al-kali nachgewiesen werden, so zerlegt man durch Erhitzenmit konz. Schwefelsäure in Sulfate, Kohlen-oxyd und Ammoniumsulfat: