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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
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Die Sulfide geben sich leicht durch ihr Aussehen,sowie ihr Verhalten in der Vorprüfung zu erkennen.

4. Cyanide.

Man stellt zunächst fest, ob man es mit einem ein-fachen (eisenfreien) Cyanid oder mit eisenhal-tigen Cyaniden (F er ro- oder Ferricyaniden) zutun hat. Zu diesem Zweck prüft man, nachdem dasVorliegen einer Cyanverbindung durch die ß h o-danreaktion (nach pag. 74e; vgl. auch pag. 109!)konstatiert ist, auf Eisen, entweder in der Phosphor-salzperle oder besser im Gliihrückstand auf derKohle (nach Ausziehen mit konz. Salzsäure). Danngeht man, entsprechend dem Ausfalle dieser Prüfung, zureigentlichen Aufschließung und weiteren Analyse über undweist eventuell neben vorhandenen Ferro- und Ferri-cyaniden die einfachen Cyanide schließlichnach VI.Ermittelung der Säuren" nach.

Die in Wasser unlöslichen einfachen Cyanidelassen sich durch Kochen mit konz. Salzsäure inChloride und Cyanwasserstoff zerlegen.Cyansilber und Cy anquecksilber 1 ), in dem dasCyan nach den gewöhnlichen Methoden nicht nachzuweisenist, lassen sich durch ihr Verhalten beim Erhitzen, Zerfallin Metall und Cyan, leicht erkennen. Nimmt mandas Erhitzen in einem engen Ilöhrchen vor, so kann dasentweichende Cyangas angezündet werden; es brennt mitpfirsich roter Flamme. Das Gas ist auch am Ge-ruch zu erkennen. Zur Zerlegung des Cyanqueck-silber s kann man auch in Wasser lösen und Schwefel-wasserstoff einleiten; es fällt Quecksilbersulfid, und Blau-säure geht in Lösung.

1) Vgl. übrigens Cyanwasserstoff f, Anmerkung (pag. 75)