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e) Viele Verbindungen, die weder von Wasser, nochvon Säuren gelöst werden, werden durch Kochen oderSchmelzen mit Alkalicarbonaten aufge-schlossen, d. h. in lösliche Verbindungen übergeführt.Hieher gehören z. B. die S u 1 f a t e des Bleis undder alkalischen Erden, Chlorblei, Jodblei,Z i n n o xy d u. s. w.
Von den Sulfaten wird Bleisulfat leicht durchKochen mit einer Lösung von kohlens. Natrium zerlegt,ebenso Calciumsulfat und, wenn auch schwieriger,gefälltes S t r o n ti u m s u 1 fa t; Bary umsulf at, auchdas gefällte, wird nur äußerst unvollständig durch Kochenmit Sodalösung zerlegt. Dagegen werden sie (auch dienatürlich vorkommenden Mineralien) leicht beim Schmelzenmit 4—6fachen Mengen kohlens. Natrium kali ums 1 )zerlegt. — Bei diesen Zersetzungen entsteht z. B. ausBaSO 4 und NaKCO 8 in Wasser lösliches NaKSO 4 und inSäuren lösliches BaCO 8 :
NaKCO 3 + BaSO 4 = NaKSO 4 + BaCO 3 .
Man zieht daher die Schmelze vollständig mitheißem Wasser aus und löst dann den Rückstand inSalzsäure oder Salpetersäure. — In der wässerigen Lösungist die Säure, in der sauren die Base zu suchen.
Chlorblei, Jodblei etc. werden schon beim Kochenmit einer Lösung von Natriumcarbonat in Chlor- (resp.Jod-) Natrium und Bleicarbonat zerlegt:PbCl 2 + Na 2 C0 3 = 2NaCl + PbCO 3 .1) Das Doppelsalz NaKCO 3 schmilzt leichter als das Natrium-oder Kaliumsalz allein. — Das Schmelzen ist im Pla.tintiegel vor-zunehmen, da Porzellan von den Alkalicarbonaten zerlegt wird.Nicht in Platintiegeln dürfen geschmolzen werden: Kalium- undNatriumhydroxyd; Nitrate und Cyanide der Alkalien; Metalle undSulfide derselben; überhaupt keine Substanzen, aus denen ein Me-tall reduziert werden könnte; ferner keine Substanzen, die Chlorentwickeln könnten.