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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
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schließe man sie mit Natronlauge auf (vgl. e). Arsen-verbindungen löse man womöglich immer in Chlorwasser-stoffsäure, um nicht unnötigerweise arsenige Säurein Arsensäure überzuführen.

Beim Behandeln mit verdünnter Salpetersäure zerfälltdie M e n n i g e in Salpeters. Blei, das sich löst, und inunlösliches braunes Hyperoxyd:

Pb 3 0 4 + 4HN0 3 = 2Pb(N0 3 ) 2 + PbO 2 + 2H 2 0.

Letzteres ist mit konz. HCl in Chlorid überzuführen.

c) Diejenigen Körper, die in verdünnter Salpetersäureunlöslich sind, behandle man mit konz. Chlorwasser-stoffsäure.

Entwickelt sich beim Lösen C h 1 o i gas, so sindttyperoxyde und ähnliche VeroHWtöBgen, z. B. Man-ganhyperoxyd, Chromsäure, Uebermangansäure zugegen:MnQlzi- 4HC1 = MnCl 2 + .CP + SH 2 ^2Cr0 3 + 12HC1 = 2CrCP + 3C1 2 + 6H 2 0Mn 2 0 7 + 14HC1 = 2MnCl 2 + 5C1 2 + 7H 2 0.Blei hyperoxyd liefert hiebei Chlorblei, dassich beim Erkalten krystallinisch abscheidet. Man zerlegtdieses am besten mit Na 2 C0 3 (vgl. unten!).

d) Manche Verbindungen, die sich in Salpeter-säure oder Chlorwasserstoffsäure nicht lösen,lösen sich in Königswasser. %

Beim Lösen in Königswasser entsteht zuerst Chlor 1 ) nach6HC1 + 2 HNO 1 = 3C1 2 + 2N0 + 4H 2 0und dieses bewirkt dann die Lösung. Man mische etwa2 Vol. konz. HCl mit 1 Vol. konz. HNO 3 ; die Einwirkungerfolgt beim Erwärmen. Selbstverständlich ist mit demLösen in Königswasser Oxydation verbunden, wennsolche möglich, was stets, z. B. bei Quecksilber-Verbindungen, zu berücksichtigen ist.

1) Neben Nitrosylchlorür (NOC1) und Nitrosylchlorid (NOCP).

M e d i c u s , quäl. Analyse 16. u. 17. Aufl. O

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