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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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beim Lösen der Salze entsteht das Nitrat der Basisneben der freien Säure, z. B.

Ca 3 (P0 4 ) 2 + 6HN0 3 = 3Ca(N0 3 ) 2 + 2H 3 P0 4CuCO 3 + 2HN0 3 = Cu(N0 3 ) 2 + CO 2 + H 2 0.Flüchtige Säuren werden sich deshalb hier bemerk-bar machen:

Kohlensäure: braust auf; geruchlos; trübt

Barytwasser; vgl. pag. 65.Cyanwasserstoff: Geruch nach bitteren Man-deln; gibt mit Schwefelammonium Rhodanammo-nium; vgl. pag. 74.Schwefelwasserstoff: am Geruch zu erken-nen, schwärzt Bleipapier; vgl. pag. 78.Schweflige Säure: Geruch nach brennendemSchwefel; bläut Papierstreifen, die mit Stärke undjods. Kalium getränkt sind; vgl. pag. 58.Ferner könnten unter Umständen hier auftreten Jod,Brom, Chlor. Vgl. überhaupt pag. 106 u. ff.

Beim Lösen mit Salpetersäure können sich schwerlösliche Säuren abscheiden: Borsäure, krystallinisch,in heißem Wasser leicht löslich; Kieselsäure, gal-lertartig.

Das Auftreten roter Dämpfe von U n t e r s a 1-petersäure rührt* von Oxydations Vorgängen her, wennz. B. Quecksilberoxydul- in Quecksilberoxydverbindungenübergeführt werden:

Hg 2 0 + 6HN0 8 - 2Hg(N0 3 ) 2 + 2N0 2 + 3H 2 0.Die Oxydationen können die Resultate der Analysebeeinträchtigen, besonders bei Q u e ck s i 1 b e r Verbin-dungen. Es wäre dann nachträglich nicht mehr zu kon-statieren, ob ursprünglich Oxydul- oder Oxydsalze vor-lagen. Sind daher Qu eck sil bersalze nicht in Wasseroder mäßig warmer verdünnter Salpetersäure löslich, so