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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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Harte Körper, Mineralien etc. müssen vor der Lösungin einer Porzellan- oder Achatreibschale fein geriebenwerden. Ganz harte Mineralien zerkleinert man zunächstin einem Stahlmörser (Diamantmörser") und zerreibt daserhaltene grobe Pulver in der Achatreibschale. Zweck-mäßig beutelt man sodann das so erhaltene feine Pulverab durch (gewaschene) Leinwand; die gröberen Teilchenzerreibt man wieder u. s. f.

Liegen (nach den Ergebnissen der Vorprüfung) orga-nische Verbindungen oder Gemenge mit organischen Sub-stanzen vor, so zerstöre man durch Glühen die organischeSubstanz und bringe den Rückstand (eventuell unter Zu-rücklassung der Kohle) in Lösung. Beim Glühen könntensich Arsen und Quecksilber, vielleicht auch Zink und Cad-mium verflüchtigen; zur Prüfung auf diese ist Zerstörungder organischen Substanz nicht erforderlich.

1. Lösung der Oxyde und Salze.

a) Eine Probe der zu lösenden Substanz erhitze manin einem Reagensröhrchen zunächst mit Wasser. Löstsie sich, so bringe man einen größeren Teil der Substanzin Lösung und prüfe diese Lösung auf Basen und Säuren. Bleibt ein Teil ungelöst, so filtriere man davon ab undverdampfe vorsichtig bis eben zur Trockne, um zu sehen,ob nicht wenigstens ein Teil sich gelöst hat. Salze, dienur im heißen Wasser löslich sind und beim Erkalten sichwieder abscheiden würden, müssen aufgeschlossen werden.

b) Körper, die in Wasser unlöslich sind, prüfe manweiter auf ihre Löslichkeit in verdünnter Salpeter-säure. Man nehme nicht zuviel Salpetersäure, da vieleNitrate zwar in Wasser, aber nicht im Ueberschussestarker Säuren löslich sind.

Beim Lösen der Oxyde entstehen hiebei die Nitrate,