65
dieselbe durch ausgeschiedene Kieselsäure getrübt, währendKieselfluorwasserstoff sich bildet:
SSiFl* + 3H 2 0 = 2H 2 SiFl c + H 2 Si0 3 .
6. Kohlensäure.
a) Die kohlensauren Salze (Carbonate; Ver-bindungen des Anions CO 3 ") der Alkalien sind in Wasserlöslich, die übrigen unlöslich; doch lösen sich manche derletzteren bei Gegenwart überschüssiger Kohlensäure zusauren Salzen, Verbindungen des Anions C0 3 H', z.B.:
CaCO 3 + CO 2 + H 2 0 = Ca(C0 3 H) 2 .Die Carbonate lösen sich im allgemeinen leicht in ver-dünnten Säuren auf, wobei unter Aufbrausen (Entweichender gasförmigen Kohlensäure) das Salz der betreffendenSäure entsteht, z. B.:
BaCO 3 + 2HC1 = BaCl 2 + CO 2 + H 2 0.
Die Kohlensäure kann durch die Trübung erkannt werden, die
entsteht, wenn ein mit Barytwasser befeuchteter Glasstab
der Einwirkung des entwickelten Gases ausgesetzt wird:
Ba(OH) 2 + CO 2 = BaCO 3 + H 2 0.
b) Chlorbar yum fällt weißes Baryumca r-bonat, BaCO 3 , essigs. Blei weißes Bl ei carbonat,PbCO 3 , in verdünnten Säuren leicht unter Aufbrausenlöslich. Salpeters. Silber gibt einen weißen Nieder-schlag von Silber carbonat, Ag 2 CO :! , der nach kurzerZeit gelblich, beim Kochen mit überschüssigem Alkalicar-bonat aber (unter Bildung von Silberoxyd) braun wird.Er ist in Ammoniak und kohlens. Ammoniak löslich.
7. Kieselsäure.
a) Von den kieselsauren Salzen (Silicaten,Verbindungen der Anionen SiO 4 "", SiO 3 ", Si 2 0 6// etc.)sind nur die der Alkalien in Wasser löslich; die übrigensind selbst in konz. Säuren nur teilweise löslich.
Versetzt man die Lösung eines kieselsauren Alkalis
Medicue, quäl. Analyse. 16. u. 17. Aufl. O