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mit einer Säure, so wird Kieselsäure in Freiheit gesetzt,die sich bei genügender Konzentration als Gallerte aus-scheidet; ebenso setzt Salmiak die Kieselsäure in Freiheit:Na 2 Si0 3 + 2HC1 = 2NaCl + H 2 Si0 3
Na 2 Si0 3 + 2NH 4 C1 = 2NaCl + 2NH 3 + H 2 Si0 3 .Die so abgeschiedene Kieselsäure ist in säurehaltigemWasser etwas löslich; verdampft man aber die Lösung(resp. die Flüssigkeit samt dem Niederschlage) auf demWasserbade zur Staubtrockne, so entstellt unter Wasser-verlust amorphe Kieselsäure: Polykieselsäuren, z. B.H 2 Si 4 0°, die in Wasser und Säuren völlig unlöslich sind:
4H 2 Si0 3 = H 2 Si 4 0" + 3H 2 0.Extrahiert man nun mit Wasser und Säure, so geht nurdas betreffende Chlorid resp. Salz in Lösung.
Dieses Abdampfen über freiem Feuer vorzunehmenist nicht rätlich, da sonst — wegen der. Feuerbeständig-keit der Kieselsäure — diese einen Teil der Salze in Si-licate zurückverwandeln würde, z. B.
H 2 Si 4 O a + 2NaCl = Na 2 Si 4 0 !> + 2HC1.
Bezüglich der Lösung und Aufschließung der inWasser unlöslichen Silicate vgl. Lösung und A u f-Schließung, V.
b) Die kieselsauren Alkalien geben mitChlorbaryum weißes kieseis. Baryum, BaSiO 3 ,mit essigs. Blei weißes kieseis. Blei, mit Salpeters.Silber gelbes kieseis. Silber, sämtlich in Säuren,letzteres auch in Ammoniak löslich.
c) Setzt man zu einer kieselsäurehaltigen Lösung über-schüssige Salpetersäure und molybdäns. Amnion,so entstellt eine gelbe Färbung (und bei Gegenwartvon viel Salmiak auch ein citrongelber Niederschlag).Erwärmen begünstigt die Reaktion. (Bildung der Verbin-dung eines komplexen Anions! Vgl. pag. 54 u. 61!)