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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
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schließlich auf dieses rotbraune Papier etwas Kali-oder Natronlauge, so färbt es sich blau- bis grün-schwarz.

5. Fluorwasserstoffsäure.

a) Von den Fluorverbin düngen (Fluoriden,Verbindungen des Anions Fl') sind die der Alkalien inWasser leicht löslich, die übrigen zum Teil sehr schwerlöslich.

b) Chlorbaryum fällt weißes Fluorbaryum,BaFl 2 , in Salzsäure löslich, essigs. Blei weißesFluorblei, PbFl 2 , in Salpetersäure leicht löslich;F 1 u o r s i 1 b e r, AgFl, ist in Wasser leicht löslich.

c) Flu ßsäure hat die Fähigkeit, Glas zu ätzen;sie bildet nämlich mit der Kieselsäure desselben flüchtigesSiliciumflorid, SiFl 4 :

SiO 2 + 4HF1 = SiFl 4 -f 2H 2 0.Infolge der Verflüchtigung dieser Verbindung erscheinen diebetreffenden Glasstellen geätzt. Man überzieht zu diesemVersuche ein Uhrglas mit Wachs, um es im allgemeinenvor der Wirkung der Flußsäure zu schützen, und gräbtmit einem Stift Schriftzüge in das Wachs ein, die danndurch die Flußsäure eingeätzt werden. Zum Nachweiseder Flußsäure in Verbindungen, sowie zur Aufschließungder in Säuren unlöslichen Fluoride versetzt man dieselben(fein gepulvert) in einem Platintiegel mit konz. Schwe-felsäure und erwärmt gelinde. Es entstehen so Fluß-säure und die betreffenden Sulfate:

CaFl 2 + IPSO 4 = CaSO 4 + 2HF1.Flußsäure wird wie oben nachgewiesen.

d) Behandelt man Fluoride, die viel Kieselsäure ent-halten, in obiger Weise, so entsteht F1 u o r s i 1 i c i u m.Leitet man das Gas durch eine feuchte Glasröhre, so wird