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Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
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1. Schweflige Säure.

a) Von den neutralen schwefli^s. Salzen (Sul-fiten, Verbindungen des Anion SO 3 ") sind nur die Al-le a 1 iVerbindungen in Wasser löslich; die andern lösensich leicht in Säuren unter Entwicklung von Schweflig-säureanhydrid :

BaSO 3 + 2HC1 = BaCl 2 + SO 2 + H 2 0. # mEbenso entwickelt sich schweflige Säure beim Ver-setzen der Lösungen schwefligs. Salze mit Säuren. Dieschweflige Säure ist am Geruch (nach brennendem Schwefel)zu erkennen. Um in Gasgemengen schweflige Säure nach-zuweisen, benutzt man das Verhalten derselben zu j o d s.Kalium: Man tränkt Streifen Filtrierpapier mit einerLösung von jods. Kalium und Stärkekleister; bringt maneinen so präparierten Streifen in schwefligsäurehaltige Luft,so tritt (infolge der Reduktion der Jodsäure zu Jod) Blau-f ä r b u n g ein.

Durch die schweflige Säure wird die Jodsäure zuJodwasserstoffsäure reduziert (Uebergang von

JO 3

J'):

3H 2 S0 3 + HJO 3 = 3H 2 SO* + HJ.Die Jodwasserstoffs äure bildet mit weitererJodsäure freies Jod:

HJO 3 + 5HJ = 3J 2 + 3H 2 0.(Da das hiebei frei werdende Jod durch über-schüssige schweflige Säure wieder zu Jodwasser-stoff reduziert wird:

J 2 + H 2 S0 3 + H 2 0 = 2HJ + H 2 S0 4 ,würde ein Ueberschuß von schwefliger Säuredie Reaktion wieder verschwinden lassen.)

d) Schweflige Säure gibt beim Einleiten vonSchwefelwasserstoff Schwefelabscheidung; sie