Betracht kommt. Bei der Weinsäure werden wirz. B. finden das Ion C 4 H 4 O e " in den neutralen, dagegendas Ion C 4 H 5 O e/ in den sauren Salzen und sehen, daßletzteres zum Nachweis des Kalium ions dienen kann.
Im Ferrocyankalium können wir das Eisendurch die gewöhnlichen Reaktionen nicht nachweisen, wirhaben darin eben kein Ferro ion, sondern ein Ferro-c y a n ion; ein gleich zusammengesetztes Ion, das F e r r i-cyanion ist auch im Ferricyankalium anzunehmen: nurdiese komplexen Ionen treten in wässeriger Lösungbei Umsetzung in Reaktion. Sie geben aber, obgleichvon derselben Zusammensetzung, verschiedene Reaktionenz. B. mit den Eisensalzen: das Ferrocyan ion ist alsFeC 6 N 8 "" vom Ferricyanion FeC 6 N 6 '" verschieden.— Aehnliche komplexe Ionen haben wir in allen sog.komplexen Salzen anzunehmen: im sog. Platin-chlorid, richtiger in der Platinichlor wasser-stoffsäure haben wir das Ion PtCl 8// vor uns, ver-bunden mit 2 H'; dies Ion bildet mit zwei K a 1 i u rnionen(2K-) das schwerlösliche Salz 2K\ PtCl 15 ", das Kalium-platinchlorid. — Auch Ammoniak bildet mit manchenMetallen komplexe Ionen, z. B. Cu(NH 8 ) 4 ; ■; Zn(NH 3 ) 4 • •;die Löslichkeit des Chlorsilbers in Ammoniak be-ruht gleichfalls auf der Bildung eines komplexen Am-moniakions.
Von den komplexen Salzen sind verschieden die eigent-lichen Doppelsalze, z. B. Alaun KA1(S0 4 ) 2 oderK 2 S0 4 . A1 2 (S0 4 ) 3 . Hier haben wir die Ionen K' AI*",und SO 4 ", die sämtlich die zukommenden Reaktionen
Wir haben gesehen, daß die elektrolytischeDissoziation bisweilen ziemlich unvollkommen ist.z. B. beim Quecksilberchlorid HgCl 2 . Trotzdem