Druckschrift 
Kurze Anleitung zur qualitativen Analyse
Entstehung
Seite
3
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Reaktion, färben rotes Lackmuspapier blau, resp. blauesLackmuspapier rot. Die übrigen Ionen sind gegen Lack-mus indifferent.)

Der Betrag nun, zu welchem die Salze in wässerigerLösung dissoziiert sind, ist verschieden: es gibt Salze,die in verdünnten Lösungen praktisch völlig dissoziiert sind,z. B. Chlorkalium, es gibt aber auch andere, die nur wenigdissoziiert sind, z. B. Quecksilberchlorid; so gut wie keineDissoziation zeigt z. B. Quecksilbercyanid, bei dem Cyan-und Quecksilberreaktionen ausbleiben (vgl. Cyanwasser-stoff).

Von den Salzen sind die Neutralsalze am stärkstendissoziiert, in wässerigen Lösungen mittlerer Konzentrationmeist über die Hälfte. Am stärksten dissoziiert sind dieSalze mit einwertigen Ionen; Salze mit mehrwertigen Ionensind zunehmend weniger in die Ionen zerfallen. GrößereDifferenzen bezüglich des Dissoziationsgrades bestehen beiden Säuren (Wasserstoffsalzen); demgemäß haben wirstarke, mittelstarke und schwache Säuren zu unterscheiden,analog bei den Basen (Hydroxylsalzen) schwache bisstarke Basen.

Welche einzelnen Ionen für die analytischen Um-setzungen jeweils in Betracht kommen, wird bei den be-treffenden Säuren und Basen erwähnt werden: wir werdenz. B. sehen, daß wir neben dem Mercuroion Hg" dasMercuriion Hg'', neben dem Ferroion Fe" dasFerriion Fe"" haben, daß das Manyanat ion dermangansauren Salze (MnO 4 ") vom P e r m a n g a n a t ionder übermangansauren Salze (MnO 4 ') verschieden ist. Wirwerden ferner beispielsweise finden, daß an den meistenZinkreaktionen sich das Z i n k i o n Zn beteilig^] ,.» . ,für die Löslichkeit des Zinkhydroxyds in Alkali (unter Al-kalizinkatbildung) dagegen das Zinkation ZnO 2 " in

1*