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auflösende, zertheilende Wirkung. 68 ) Nach längere Zeitfortgesetzter Impfung dieses Stoffes am Truncus sah ichbisweilen Neigung zum Erbrechen eintreten, doch nur inwenigen Fällen. Das Mittel gelangt ohne Zweifel vonder Impfstelle aus nicht als solches in das Blut, sonderngeht schon früher organische Verbindungen ein, sonst würdediese Erscheinung, zumal bei der Impfung desselben aufden Unterleib, häufiger auftreten, da nach Einspritzungensehr kleiner Mengen des Tartarus stib. in die Medianvenebekanntlich sehr rasch Erbrechen folgt.
Salzsäure, Schwefelsäure und Essigsäure, die bei-den erstem im verdünnten Zustande, haben als Impfmitteldie Eigenschaft, grössere Warzen und ähnliche After-produete, sobald sie die Basis derselben berühren, sehrleicht und rasch zu entfernen. Ohne Zweifel wirkt dieSalpetersäure eben so. Hat man die Basis z. B. einergrossen Hautwarze leicht geritzt, so dass die geringsteQuantität einer der genannten Säuern in die kleine Öff-nung eindringen kann, so ist das Afterproduct sehr baldzerstört. Bisweilen fällt es mit Hinterlassung einer Ver-tiefung heraus. Die concentrirte Essigsäure giebt beider Impfung auch ihre bekannte Eigenschaft, die thierischeFaser aufzulösen, kund. So sah ich mehrmals callose Ge-schwürränder und Theile einer scirrhosen Geschwulstihrer Einwirkung weichen.
Was schliesslich die Impfung der medicinischen Seifeund das Linimentum ammoniato - camphoratum betrifft, so
68 J Bei einem Herrn in mittleren Janren, welcher lange Zeit anperiodisch wiederkehrender halbseitiger Kopfgicht gelitten hatte, bildetesich endlich ein Gichtknoten fast von der Grösse eines Taubeneies undausserordentlicher Harte. Derselbe incommodirte den Kranken mehr,als der frühere Kopfschmerz, der nun aufgehört hatte, da der Knotenseitlich am Kopf oberhalb der Auricula seinen Sitz hatte, und ihnhinderte, einen Hut zu tragen. Eine zweimalige Impfung von Ung.tart. st. gr. vi und Ol. crot. gt. i entfernte die Geschwulst in Zeitvon zwei Tagen durch Suppuration, so dass sich die Haut wiederfest auflegte.