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Die Impfung der Arzneikörper : nebst Rückblick auf einige meiner früheren Arbeiten
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einen Fingerdruck von aussen her zu verstärken, damitdas Gewebe die Delle der Nadel gleichsam auswische.Aus diesem Grunde ist es auch zweckmässig, die hohleSeite der Nadel beim Zurückziehen derselbe« nach aussenzu kehren. Geschieht die Impfung mit einer sehr feinenNadel, so comprimirt man die Stichöffnung, nachdem dieNadel herausgezogen ist. Auf diese Weise kann die Nadelan mehreren dicht neben einander liegenden Stellen, oderwiederholt in dieselbe Öffnung eingesenkt werden. Ist aberdas Gewebe an der Impfstelle sehr blutreich oder soll einegrössere Nadel gewählt werden, trifft man auch wohl eingrösseres Haargefässstämmchen, so lässt man zuvor dasBlut ausfliessen, um die Einschiebung des Medicaments zuwiederzuholen. In diesem Fall bediene ich mich zuweileneines kleinen Löffelchens von Hörn oder Knochen, welcherder Grösse der Nadel und des Impfkanals entspricht.

Ich deutete oben an, dass ich ausser der Impfung mitder Nadel, dieselbe noch auf eine andere Weise auszuübenpflege und letztere Weise besonders den Vortheil gewährt,dass der Arzt diese Hülfeleistung nicht immer persönlichzu bringen genöthigt sei und man durch Entfernung desreizenden Stoffes augenblickliche Linderung verschaffenkönne. Es ist dies die Pflasterimpfung. Sie bestehtdarin, dass das Medicament, anstatt mit einer Nadel in dasUnterhautzellgcwcbe eingeführt zu werden, mittelst einigerFädehen Charpie in eine kleine Hautwunde gelegt undmit einem Stückchen Heftpflasters festgehalten wird. Unterder Hautwunde muss man sich indess keinen irgend be-deutenden Einschnitt vorstellen, sondern nur einen mit derSpitze eines scharfen Instruments etwa 34 Linien langenHautritz. Nur muss derselbe das Corion völlig trennenund in das Zellgewebe eindringen. Meistens geschieht diesvon meiner Seite mit Hülfe einer sehr kleinen Lancette,welche dem Kranken kaum zu Gesicht kommt, damitderselbe nicht durch den Anblick des, wenn auch nochso unbedeutenden, Instruments in ungegründete Furcht vordem sogenannten Schneiden versetzt werde. Zuweilen bringe