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kommt. !8 ) Ich selbst habe daher niemals gewagt, mehr als 4_ gr.des Strychnins pro dosi zu impfen, da ich nach dieser Gabegewöhnlich schon schwache Spuren tetanischcr Zuckungeneintreten sah. Ausserdem habe ich die Bemerkung zumachen, dass die Mittel, sobald sie in das Unterhautzell-gewebe eingeschoben werden, im Allgemeinen eine dauern-dere, nachhaltigere Wirkung entwickeln, als von irgendeiner andern Gegend des Körpers, selbst vom Magen aus,vorausgesetzt, dass es sich nicht um eine gewebsverändemdeEinwirkung auf irgend ein Organ, z. B. die Lungen, han-delt, wo die dem Dauungsapparät einverleibten Mittel völlignutzlos sind. So fand ich mehrmals, dass z. B. dieZuckungen nach der Impfung des Strychnins mehrere Tagelang anhielten, die Wirkung des Bilsenkrauts nach der imLaufe von 4 Tagen allmäliger Impfung von etwa 4 gr.extr. hyoseyami in die Schläfe unter den Erscheinungenvon reissenden Kopfsehmerzen, Schwindel, Röthe des Ge-sichts, Pupillenerweiterung, momentane Verstandesverwir-rung, Brennen im Schlünde mit heftigem Durst bis zu ihremplötzlichen Verschwinden fast o Tage währen. Imgleichenbemerkten mehrere Patienten, denen ein Mittel mit Zusatzeiniger Tropfen Anisöl oder Pfeffermünzöl in das Zellgewebeder Brust oder des Rückens eingeimpft worden war, ohnevon meiner Seite darauf aufmerksam gemacht worden zusein, einige Stunden nach der Impfung deutlich einen an-haltenden Geschmack nach Anis oder Pfeffermünz auf derZunge '•) und endlich will ich noch, nicht allein zum Be-
18 ) Hierher gehören auch die Anschwellungen der Achseldrüsennach Verletzungen der Hand und ein in den Medical Times Kr. 181,Dec. 1853, milgetheilter Fall vom Aultreten eines scharlachahnlicheiiExanthems nach Verletzung des Mittelfingers hei der Section eines anScarlatina verstorbenen Kindes.
19 ) Ich schreibe zur Bekräftigung des Gesagten die Äusserung einesHerrn mit dessen Erlaubniss hier nieder: „Jedesmal, wenn Hr. Prof.L an genbeck gegen meinen Brustcatarrh das Impfpflaster mir auf denKucken gelegt hatte, empfand ich einige Zeit nachher grosse Erleich-terung, aber auch einen Geschmack nach Anis. Sp."
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