Mangansalze.
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Kalk oder Magnesia leicht in Mangamte wie 2MnO a .CaO („Weldon-schlamm" s. o.). Zahlreiche zum Theil krystallinische Manganite ent-sprechen der Formel 5Mn0 2 .R n O. Ein Manganomanganit Mn 5 0 8 bildetgelbe, glänzende Krystallblättchen.
Mangansaure Salze oder Manganate.
Schmilzt man gleiche Theile fein gepulvertes Mangansuperoxyd undKalihydrat, so erhält man Kaliummanganat und Manganoxyd:3 MnO ä + 2 KOH = Mn0 4 K 2 + Mn 2 0 3 + H 2 0.
Die Oxydation ist vollständiger, wenn man der Schmelze Kalium-chlorat oder Nitrat zusetzt, oder bei Luftzutritt glüht; man löst diedunkelgrüne Masse in wenig Wasser und erhält beim Eindunsten derLösung im luftverdünnten Räume grünschwarze, metallglänzende rhom-bische Prismen Mn0 4 K 2 , isomorph mit Kaliumsulfat und Kaliumchromat.
Kaliummanganat bildet sich auch, wenn man eine concentrirteLösung von Kaliumpermanganat und Kalihydrat solange zum Siedenerhitzt, als Sauerstoff entwickelt wird:
2 Mn0 4 K + 2 KOH = 2 Mn0 4 K 2 -f H 2 0 -f- 0.
Beim Erkalten scheidet sich das Kaliummanganat krystallinisch aus,und kann durch Umkrystallisiren aus verdünnter Kalilauge im luftver-dünnten Räume goreinigt werden.
Kaliummanganat, Mn0 4 K 2 , schwarzgrüne rhombische Krystalle.
I > a r y u m m a n g a n a t, Mn0 4 Ba, smaragdgrünes, mikrokrystallini-sches unlösliches Pulver.
Die intensive blaugrüne Färbung der Alkalimanganate macht derenEntstehen zu einer der empfindlichsten qualitativen Reactionen auf Mangan.
Uebermangansaure Salze oder Permanganate.
Die schön krystallisirenden Permanganate, isomorph mit den Per-chloraten, lösen sich in Wasser mit purpurrother Farbe mehr oder wenigerleicht. Sie bilden sich beim Zersetzen der Manganate durch Wasser,unter Ausscheidung von Mangandioxydhydrat:
3 Mn0 4 Kj + 3 H 2 0 = 2 Mn0 4 K + Mn0 2 . H 2 0 -f 4 KOH.Eine ähnliche Zerlegung findet durch verdünnte Säuren, auch durchChlor statt. Im Grossen löst man zur Kaliumpermanganatdarstellungwie rohe Kaliummanganatschmelze (s. o.) in Wasser und leitet Kohlen-dioxyd ein. Manganate, in einem zweizeiligen Bade mit poröser Scheide-w '»ik1 bei der Anode aufgelöst, gehen auch durch die oxydirende Wirkungdes galvanischen Stroms in Permanganate über:
2 K 2 Mn0 4 + 2 H 2 0 = 2 KMn0 4 + 2 KOH + H 2 .Elektrolysirt man Kalilauge mit metallischem Mangan als Anode, sogeht das Metall als Kaliumpermanganat in Lösung.
Der auffallende Farbenwechsel, welchen die grüne Lösung desKaliurnmanganats in blau, violett und purpurroth erleidet, veranlassteScheele zur Aufstellung des Namens „Ohamaeleonminerale"
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