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Anorganische Chemie
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Mangansalze.

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Manganoxydullösungen erhält man das Carbonat durch Fällung mitkohlensaurem Natron als weisses, wasserhaltiges Pulver, das bei ge-wöhnlicher Temperatur an der Luft ziemlich beständig ist. Beim Er-hitzen auf 300° geht es dagegen unter Sauerstoffaufnahme in MnO ä über.Manganosulfat, MnS0 4 , wird am einfachsten gewonnen, indemman Braunstein mit Schwefelsäure auf eine Temperatur erhitzt, beiwelcher der gleichzeitig gebildete Eisenvitriol bereits wieder zerstört wird.Man zieht mit Wasser aus und bringt die Lösung durch Einengen zurKrystallisation. Unter einer Temperatur von 6° erhält man hellrothe,monocline, mit dem Eisenvitriol isomorphe Krystalle, MnS0 4 -f- 7 ILO;zwischen 6° und 20° tricline Krystalle, MnSÖ 4 -f- 5 H,0, die mit demKupfervitriol isomorph sind; und zwischen 20° und 30° fast farblosesechsseitige, rhombische Prismen, MnS0 4 -f- 4 H 2 0. Das Manganosulfatlöst sich sehr leicht in Wasser, jedoch nicht in absolutem Alkohol auf;die -Löslichkeit des Salzes nimmt von 0° bis 55° zu, dagegen oberhalbdieser Temperatur, unter Abscheidung des Salzes MnS0 4 -f- 2 ILOwieder ab. Mit Kalium- und Ammoniumsulfat erhält man monocline.schön krystallisirende Doppelsalze z. B. MnS0 4 -f- K 2 SO t -4- 6 H 8 0,isomorph mit den entsprechenden Doppelsalzen des Kobalts, Nickels,Magnesiums, Zinks etc.

Manganoxyd- oder Manganisalze.

Dieselben krystallisiren theilweise nur schwierig aus ihren dunkel-braunen Lösungen, sind unbeständig und geben unter Bildung von be-ständigen Oxydulsalzen leicht Sauerstoff ab; durch viel Wasser undSäuren werden sie zerlegt.

Manganisulfat, Mn 2 (S0 4 ) 3 , wird durch Erhitzen von reinemDioxyd mit concentrirter Schwefelsäure auf 138° erhallen. DunkelgrünesPulver, welches sich bei 160° unter Sauerstoffabgabe in Manganosulfatumwandelt und an der Luft zu einer violetten Flüssigkeit zerfliesst, die auiWasserzusatz Manganoxydhydrat ausscheidet. Setzt man zu der sauren u°'sung dieses Salzes Kaliumsulfat zu und dampft stark ein, so erhält manin dunkelvioletten Reguläroctaedera den Manganalaun, Mn 2 (SOj3-4- K a S0 4 -f- 24 H 2 0, der durch viel Wasser unter Bildung von Man-ganoxydhydrat zersetzt wird.

Mangandioxydsalze.

Das Mangandioxyd erweist sich je nach Umständen als schwacheBase oder schwache Säure. Es bildet einige dem Mangantetrachlon«entsprechende Salze, wie z. B. Mangandisulfat, Mn(S0 4 )j, das mannach Fremy aus Kaliumpermanganat mit ziemlich Concentrin*Schwefelsäure in der Kälte als eine gelbe Lösung erhalten soll. DerartigeVerbindungen konnten jedoch noch nicht isolirt werden.

Einige Manganite |z. B. Psilomelan oder Hartmanganerz,2Mn0 2 .(Mn, Ba. K,)0] kommen natürlich vor; künstlich werden sieauf verschiedene Weise erhalten. Durch Einblasen von Luft bei ODverwandeln sieh Manganoxydul- und Oxydhydrat bei Gegenwart von