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Mangansalze.
für dasselbe; der Name Chamaeleon wird jedoch auch für das Kalium-permanganat benutzt, welches in Folge der entgegengesetzten Umwand-lung (s. o.) seine dunkelpurpurrothe Farbe in grün umändert. Nacheinmaligem Umkrystallisiren erhält man das in 15 bis IG Theilen kaltenWassers lösliche Kaliumpermanganat, Mn0 4 K, rein in schwarzrothen,metallglänzenden rhombischen Prismen, die mit Kaliumperchlorät, C10 4 K,isomorph sind. Bei 240° zerfällt das Salz:
2 Mn0 4 K = Mn0 4 K 2 -f MnO, + 0 2 ;mit Schwefel, Phosphor, Arsen, Kohle gibt es verpuffende Gemische.In concentrirter alkalischer Lösung wird es schon durch Kochen reducilt(s. o.), in verdünnter erleidet es diese Umwandlung dagegen nur inAnwesenheit oxydirbarer organischer Substanzen. Durch freien Wasser-stoff, femer durch Ammoniak, Phosphor- und Arsenwasserstoff wird dieKaliumpermanganatlösung in braunes Oxydhydrat, das sich abscheidet,übergeführt; dasselbe wird auch durch manche oxydirbare Kohlenstoff-verbindungen, z. B. Oxalsäure, ausgeschieden. Oxydirt man mit Kalium-permanganat in saurer Lösung, z. B. in Gegenwart von verdünnterSchwefelsäure, so wird die Lösung farblos, indem sich Manganoxydul-salz bildet:2MnO 4 K+5C 2 O 4 H 2 + 3SO 4 H 2 = 2MnSO 4 + K 2 SO 4 + 10CO 2 + 8H : ,O
2 Mn0 4 K +10 FeS0 4 + 8 S0 4 H 2 = 2 MnSO, + K 2 S0 4 + 5 Fe", (S0 4 ) 3 +
+ 8 H 2 0.Auf der leichten Reducirbarkeit des Permanganats nach diesenGleichungen beruht seine Anwendung zur volumetrischen Bestimmungdes Eisens und der Oxalsäure; man lässt dabei die dunkelrothe Lösungaus einer Bürette zu der zu bestimmenden, in verdünnter Schwefelsäuregelösten Substanz zufliessen und erkennt das Ende der Reaction an derbleibenden Rothfärbung der Flüssigkeit beim geringsten Ueberschussdes Kaliumpermanganats. Seine oxydirenden Eigenschaften machen daflSalz zu einem guten Desinfectionsmittel.
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Mangansulfid (Schwefelmangan), MnS.
Dasselbe findet sich bisweilen als Manganblende in dunkel stahl-grauen Würfeln und Octaedern oder in krystallinischen Massen votnspecif. Gew. 4. Aus Manganoxydulsalzlösungen fällt mit Schwcfclamnio-nium neischrothes, wasserhaltiges Schwefelmangan, das sich an der Luttsehr bald oxydirt und in Säuren, selbst in Essigsäure, leicht löslich ist.Ein etwas wasserärmeres grünes Schwefelmangan fällt namentlich nu*überschüssigem Schwefelammonium in der Hitze aus. Mangandisulii"»MnS 2 , kommt mineralisch als regulär krystallisirender Hauerit vor.
Mangancarbid, Mn 3 C. Dieses Carbid wird bei der Temperaturdes elektrischen Ofens aus Manganoxyduloxyd Mn 3 0 4 und Zuckerkohlegewonnen; mit Wasser zersetzt es sich glatt:
Mn s C + 6 H 2 0 = 3 Mn(OH) 2 -f CH 4 + H 2 .
Für den qualitativen Nachweis des Mangans ist zu bemerken, dass ahöheren Oxyde desselben beim Erwärmen mit concentrirter Salzsäure unter ChlorentwicW"lung in Manganchlorür MnCl, «hergehen; aus dessen durch Ammoniak völlig neutrall-