Mangansalze.
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Manganifluorid, Mn 2 Fl ß -f-6H 2 0, unbeständige rothe Prismen.
Manganfluorwasserstoff, MnFl 0 H 2 erhält man aus Mn0 2 und111 1. in brauner Lösung; stark oxydirend. Gibt Doppelsalze.
Manganochlorid, Manganchlor iir. MnCl 2 , entsteht wasserfreibeim Ueberleiten von Chlorwasserstoff über erhitztes Manganocarbonat,oder die Oxyde, oder metallisches Mangan; aus letzterem auch mit Chlor-gas und ebenso aus dem Manganoxydul nach dem Vermischen mit Kohle.Blassrothe, zerfliessliche Krystallmasse, die beim Erhitzen schmilzt undsich in einem Chlorwasserstoffstrome bei Rothglut verflüchtigt. Wasser-haltiges Chlorür, MnCl 2 -(-4ILO, erhält man beim Auflösen derselbenKörper in wässriger Salzsäure und Eindampfen zur Krystallisation inblassrothen monoclinen Prismen oder Tafeln, die zerfliesslich sind undsich in Wasser und Alkohol sehr leicht lösen. MnCl 2 .2NELC1 -(- H 2 0,regulär krystallisirendes Doppelsalz, dessen Lösung mit Ammoniak keinenNiederschlag gibt, und das beim Erhitzen wasserfreies Chlorür hinterlässt.
Manganchlorid, Mn 3 Cl 6 , in der zersetzlichen braunen Lösungdes Manganoxydhydrats in kalter Salzsäure. Beim Einleiten von Chlorin eine concentrirte Manganchlorürlösung scheidet sich eine unbeständigegelbe Krystallmasse aus.
Mangantetrac hlo r id^lnCh,, ist in der braunen Lösung enthalten,die sich beim Uebergiessen von Braunstein mit wässriger Salzsäure bildet,und sich leicht unter Chlorentwickelung zersetzt (MnCL, = MnCL, -\- Cl 2 ).Ueberschichtet man Mangansuperoxyd mit wasserfreiem Aether und leitetC1H ein, so erhält man eine blaue ätherische Lösung des Tetrachlorids.
Manganperoxychlorid, Mn0 8 Cl, scheint sich als gelbes Gaszu entwickeln, welches sich in einer Kältemischung zu einer braun-grünen Flüssigkeit verdichtet, wenn man zu einer Mischung von Ka-liumpermanganat und concentrirter Schwefelsäure langsam geschmolzenes
Kochsalz hinzufügt. Es besitzt einen äusserst
angreifenden,
an
die
Oxyde des Chlors erinnernden Geruch und cxplodirt beim ErhitzenDas Manga n pe roxy fluorid, MnO a Fl, bildet ein grüngelbes Gas
Die Brom- und Jodverbindungen desden vorstehenden.
Mangans gleichen durchaus
Manganoxydul- oder Manganosalze.
Die nahezu farblosen oder blassrothen Manganoxydulsalze lösensich in Wasser auf, ausgenommen einige wie das Phosphat, Carbonat,Oxalat. In ihrer Krystallform, ihrem Wassergehalt und der Zusammen-setzung vieler Doppelsalze sind sie den entsprechenden Salzen der Ma-gnesiagruppe sehr ähnlich (isomorph). Durch Salpetersäure werden sienicht (wie die Eisenoxydulsalze) oxydirt. Auch das ManganchlorürMnCL, (s. o.) gehört hierher.
Manganonitrat, Mn(NO.,) 2 + 6 ILO, schwer krystallisirendes,zerfli essliches Salz, das sich leicht unter Selbstoxydation zersetzt.
Manganocarbonat, MnC0 3 . Findet sich als Manganspath inglänzenden, hellrothen, rhomboedrischen Krystallen und in derben Massen,die i
in der Regel noch cisen-
magnesium-
Krafft, Anorganische Chemie, 3. Aufl.
und calciumhaltig sind. Aus
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