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Lehrbuch der Botanik für Hochschulen : mit 779 Abb.
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Schenck: Kryptogamen.

hinein. Es waren stattliche baumartige Gewächse mit mächtigen, in die Dicke wachsenden,säulenförmigen, meist einfachen oder nur wenig gegabelten Stämmen, oben mit langenpfriemlichen Blättern versehen, am Schafte bedeckt mit den Längszeilen sechseckigerBlattnarben, mit stammbürtigen, langgestielten zapfenförmigen Blüten, deren Sporangiennur einerlei Sporen enthielten.

Die Lepidodendrccn, vom Unterdevon bis in das Rotliegende, besonders aber imKarbon verbreitet, waren ebenfalls baumartige Pflanzen, aber mit dichotom verzweigtenrhombisch gefelderten, in die Dicke wachsenden Stämmen, an denen oben die meistspiralig angeordneten, schmalen, bis 15 cm langen Blätter auf rhombischen Blattkissensaßen. Die zapfenförmigen Blüten (Lepidostrobus) entsprangen endständig oder amStamme selbst und enthielten Makro- und Mikrosporangien, je eins auf jedem Sporophyll.

Schon im Karbon waren aber auch krautige Lycopodiaceen vorhanden, die Vorläuferder heutigen Lyaopodium-Aiten, während Isoetes erst aus der unteren Kreide sicher be-kannt wurde.

4. Die kleine Klasse der Sphenophyllinae, welche vom Devon bis Perm vertretenwar, dann aber ausstarb, hat insofern ein besonderes phylogenetisches Interesse, alssie eine vermittelnde Stellung zwischen Lycopodinen und Equisetinen einnahm undvielleicht den gemeinsamen Ausgangsformen dieser drei Gruppen am meisten sich näherte,besonders in dem jiltesten Typus Cheirostrobus aus den untersten Karbonschichten, derenBlüten sehr komplizierten Bau besaßen und am ehesten an Kalamarienblüten erinnern,während im anatomischen Verhalten dieser Gattung eine Annäherung an Lepidodendronzu konstatieren ist.

Die Sphmophyllu/m- Arten waren langstengelige Pflanzen mit superponierten Quirlenkeilförmiger oder gabelig geteilter Blätter, mit ziemlich großen ährenförmigen end-ständigen, Equisetum-ähnlichen Blüten, deren Sporophylle zwei oder drei homosporeSporangien trugen. Man hat diese Gewächse als schwimmende Wasserpflanzen betrachtet,indessen weist die Struktur des dünnen langen Stengels mit seinem axilen dreistrahligen,sekundär verdickten Xylem eher auf kletternde Landpflanzen hin.