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Schenck:
weit über den Boden hin, verzweigt sich gabelig in aufsteigende Seitenäste und istdicht mit linealpfriemlichen kleinen Blättchen besetzt. Auf der Unterseite der Stengelentspringen dichotom verzweigte Wurzeln. Die ährenförmigen Blüten stehen zu zweioder mehreren an den Enden von aufrechten, dichotom verzweigten Stengeln und setzensich aus dicht aufeinander folgenden Sporophyllen zusammen. Die letzteren sind breitschuppenförmig, laufen in eine lange Spitze aus und tragen am Grunde ihrer Oberseiteje ein großes nierenförmiges, durch eine Querspalte zweiklappig aufspringendes Spo-rangium mit zahlreichen winzigen Sporen (Fig. 422 H). Das einheimische LycopoditimSelago weicht in seinem Habitus von den übrigen Arten ab, seine gabelig verzweigten
Stengel sind alle aufrecht und die Sporo-phyllstände sind von der vegetativen Begionder Zweige nicht abgesetzt.
Alle Lycopodiumsporen sind gleichge-staltet. Da sie bis zu ihrer Keife in Te-traden verbunden bleiben, behalten sie ihrekugeltetraedrischer Gestalt bei. Ihre Exineist mit netzförmigen Verdickungsleisten ver-sehen (Fig. 422 1, 10.
Die ans den Sporen hervorgehendenProthallien sind erst für eine kleinere Anzahlvon Arten bekannt geworden und zeigenbemerkenswerte Verschiedenheiten. Bei L.elavatum (Fig. 422 A, B und dem nahe ver-wandten L. annotinum stellen sie unterirdische,saprophytisch lebende, kleine weißliche Knöll-chen dar, welche anfangs kreiseiförmig ge-staltet, später durch Auswachsen der Band-partie zu vielgestaltigen, becherförmigen,wulstigen, buchtig gelappten, bis ca. 2 cmgroßen Gewebekörpern werden, die mitlangen Wurzelhaaren besetzt sind und aufihrer oberen Fläche zahlreiche Antheridienund Archegonien tragen. Bei L. eomplcmatum(Fig. 423) sind diese unterirdischen Gewebe-körper rübenförmige, bei L. Selago dagegenrundliche oder zylindrisch langgestreckte undgekrümmte Knöllchen, welche bei letztererArt auch an der Oberfläche des Erdbodenssich entwickeln können und dann ergrünen.Anders dagegen verhält sich das auf feuchtemTorfboden lebende kleine L. inundatum un-serer Flora und das tropische mit aufrechtenreichverzweigten Sprossen versehene L. cer-nimm, deren Prothallien kleine im Bodensteckende und mit Bhizoiden befestigtechlorophyllarme Gewebekörper vorstellen, dieam oberen Ende grüne oberirdische Thalluslappen entsenden. Die Archegonien ent-springen am Grunde dieser Thalluslappen, die Antheridien auch auf den Lappen selbst.Die Prothallien sind alle monöcisch. Die Antheridien 'Fig. 422 0} sind in das Ge-webe etwas eingesenkt und umschließen zahlreiche Spermatozoidmutterzellen, aus denendie kleinen ovalen, unter ihrer Spitze zwei Cilien tragenden Spermatozoiden (Fig. 422 Dfrei werden. Die Archegonien (Fig. 422 E, F) sind ähnlich wie bei den Farnen beschaffen;an ihrem Halsteil gehen die obersten Zellen beim Öffnen zugrunde. Die Zahl der Hals-kanalzellen ist bei den einzelnen Arten verschieden 1, 3—5, oder 6 bis 10). Die Embryo-entwieklung verläuft in ähnlicher Weise wie bei Selaginella [Fig. 428. Es wird einEmbryoträger oder Suspensor gebildet, der aber auf dem Fußende des Embryosoder zwischen Fuß und Stammknospe steht.
Offizineil sind die Sporen von Lycopocüum elavatum und anderen
Fig. 423. Lycopodium complanatum.Prothallium mit Antheridien aa, Arche-gonien ar, k junger Embryo. Vergr. 26.(Nach Bruchmann.)