Kryptogamen.
277
CD
Bacteria, Bakterien.Cyanophyceae, Blaugrüne Algen.
-Myxomycetes, Schleimpilze.•Peridineae, Peridineen.jrConjugatae, Konjugatenalgen.'—Diatomeae, Kieselalgen.—Ileterocontae, Ungleiehwimperige Grünalgen.Chlorophyceae, Grünalgen.
—Characeae, Armleuchteralgen.
I
| Rhodophyceae, Rotalgen.
' Eumycetes, Fadenpilze.
-Pliycomycetes, Algenpilze.
Plmeophyceae, Braunalgen.
Zu den einfachsten Thallophyten gehören die Bakterien und die Cyanophyceen, dieuntereinander nähere Beziehungen aufweisen und die man daher auch als Schizophyta oderSpaltpflanzen zusammengefaßt hat. Sie nehmen eine besondere Stellung den übrigeneinfacheren Thallophyten gegenüber ein, welche mit mehr oder weniger großer Wahr-scheinlichkeit auf die Flagellaten als Ausgangsformen hinweisen. Die Flagellaten wurdenund werden vielfach auch zu den niedersten Tieren gerechnet und in der Tat vereinigensie pflanzliche und tierische Charaktere und können auch als Ausgangsformen für niedereTiere betrachtet werden. Die Schleimpilze dürften als farblose Saprophyten ebenfallsvon ihnen abstammen. Die Peridineen stellen nur einen weiter entwickelten Zweig derFlagellaten dar. Die einfachsten Formen der Heterocontae, der Grünalgen und derriiacophyecen schließen direkt an Flagellaten an, während dagegen eine direkte Ver-bindung der letzteren mit den Konjugaten und Diatomeen, welche die größere Gruppeder Zygophyceae bilden, zwar wahrscheinlich, aber nicht in bestimmten Formen zuerkennen ist.
Von der Hauptreihe der Chlorophyccen haben sich die Phycomyceten abgezweigt,zweifelhaft ist die Anfügung der Rotalgen und der Fadenpilze, welche beide auf gemein-same Wurzel zurückzugehen scheinen. Eine ganz selbständige und sehr vorgerückteStellung nehmen die Cliaraccen an, die meist als höchstentwickelte Grünalgen aufge-faßt werden.
Allgemein verbreiten und vermehren sich die Thallophyten durch un-geschlechtlich erzeugte Sporen, deren Bildungsweise große Mannigfaltigkeitaufweist. In vielen Fällen entstehen die Sporen durch Zellteilung im Innernvon Zellen, die dann als Sporangien bezeichnet werden, in anderen Fällenentstehen sie durch Umbildung und Loslösung von Thalluszellen oder durchZellsprossung. Die Sporen heißen Schwärmsporen, Zoosporen, wenn sieCilien besitzen und aktiv im Wasser beweglich sind; sie heißen A piano-Sporen, wenn sie keine Cilien tragen. Im letzteren Falle können sie nacktsein bei Verbreitung im Wasser, oder mit Membran umgeben bei Verbrei-tung in der Luft.
Außer der ungeschlechtlichen ist auch geschlechtliche Fortpflanzung sehrverbreitet. Im einfachsten Falle bestellt sie in Isogamie, d. h. in derKopulation oder Konjugation von zwei gleichgcstalteten und gleichwertigenSexualzellen oder Gameten zu einer einzigen Zelle, der Zygospore oderZygote. Die Organe, in denen die Gameten gebildet werden, heißenGametangien. Planogameten sind mit Cilien begabt, Aplanogametendagegen cilienlose Gametenzellen. Auf höheren Stufen ist die Isogamie inOogamie übergegangen und die Gameten sind differenziert in kleine, meistmit Cilien versehene, männliche Zellen, Spermatozoiden, die in Anthe-ridien erzeugt werden, und größere, cilienlose weibliche Zellen, Eier oder
18*