Zincum. Zinkhütten-Arbeiter. Actinium.
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sowie durch Salmiak, bedeutend durch schwefelsaures Kalium, weniger durch Chlor-magnesium, destillirtes Wasser und kohlensaures Natrium, ziemlich wenig durchSalpeter und Alkalimetallchloride, sehr unbedeutend durch Kalkwasser. MerklicheMengen löslicher Zinkverbindungen entstehen durch Einwirkung von Aetznatron-,Salmiak-, Chlormagnesium-Lösung, nur Spuren durch destillirtes Wasser und Kalk-wasser. Bei Zutritt von Kohlensäurehaltiger Luft wirken alle Lösungenauf Zink ein, am stärksten Chlormagnesium und schwefelsaures Kalium, bedeutendund ziemlich gleichmässig Alkalimetallchloride, Salpeter und Salmiak, wenigerdestillirtes Wasser. Bei Einwirkung anderer Lösungen gingen merkliche Zinkmengenin löslichen Zustand über. Das Nähere hierüber in pharm. Centralh. 1876,S. 107, 108, 117, 118. Bayerisches Ind. n. Gew. Bl. 1876.
Snydebs stellte auch Versuche über das Verhalten des Zinks zu Salzlös-ungen an, und er fand, dass Zink Salzlösungen in concentrirtem wie in ver-dünntem Zustande ohne Zutritt von Sauerstoif unter Wasserstoffentwickelung undBildung von Zinkoxyd zersetzt (pharm. Centralh. 1878, S. 395).
Zinkreservoire werden vom Wasser mit der Länge der Zeit durchlöchert,wenn das Zink andere Metalle, wie Blei, Kupfer, als Verunreinigung enthält.In Folge der electrischen Spannung werden diese Metalle schneller und kräftigervon den Salzen, dem Ammon, der Kohlensäure und Luft, welche im Wassermehr oder weniger vertreten sind, angegriffen und in Oxyde verwandelt odergelöst. Je reiner das Zink ist, um so länger werden sich auch die Reservoireerhalten. Rocques untersuchte die Bodensätze in den zinkenen Wasserreservoirsund fand er darin 5,0 und 11.56 Proc. Zinkoxyd, 2,01 und 5,85 Proc. Blei-oxyd und Spuren Kupfer. (Bull, de la Soc. dum. XXXIII, S. 499.)
Zinkhütten - Arbeiter unterliegen nach längerer Zeit des Aufathmens von Zink-dämpfen heftigen Katarrhen und Lungenemphysemen. Nach circa 10-jährigerArbeit in der Zinkhütte treten Körperschwiiche, Kreuzschmerzen, Gefühl vonBrennen und Kribbeln in den Unterextremitäten (kommen bei alten Leuten auchvor, welche nicht in Zinkhütten arbeiteten), Unempfindlichkeit etc. ein. Schlockowhat seine Erfahrungen hierüber ausführlich im Centralbl. f. d. med. Wiss. 1879,Nr. 50, auch in Med. Neuigkeiten 1879, Nr. 52 mitgetheilt. Der schlimmsteZustand jener Arbeiter hat Aehnlichkeit mit Rückenmarkslähmung.
Electromotor von W. Rosin (gegen Rheumatismus) besteht aus einer 7,5cmlangen und ."»ein breiten, doppelten, in der Mitte buchtig aufgetriebenen Zinkplattemit den Enden eines 30cm langen, 1,2mm dicken Kupferdrathes durch Oesen verbunden.An der einen Oese ist ein 110 cm langer gewundener verzinnter Messingdraht be-festigt. Der Apparat soll auf dem blossen Leibe getragen werden. (3 Mark).
Gichtkette mit Flussableitung von Winter (Berlin) besteht aus 70 Gliedern,welche aus Zink, Kupfer und Messing bestellen und welche mit einer 2-Markstückgrossen Kapsel in Verbindung ist, so.'dass diese Kapsel, wenn die Kette um den Ibil pgehängt ist, bis auf die Herzgrube reicht. (10 Mark.)
Gichtringe, Ringe aus zwei verschiedenen Metallen zusammengesetzt.
Hüte, electrische, sind Hüte, deren Lederfutterstreifen mit Zink und Kupfer-blech oder Drath verbunden ist.
Metalltherapie bezeichnet ein Heilverfahren, bei welchem man blosse Scheibenund Stücke verschiedener Metalle auf den nackten Körper auflegt, wodurch etwa ge-schwundene Sensibilität und Muskelkraft aufgefrischt und gekräftigt werden soll. Diee me Person bedarf diese, die andere wiederum andere Metalle.
Actinium, Actinmetall. T. L. PmraoN beobachtete (1880), dass durchBaryumsulfid gefälltes Zinksulfid nach dem Glühen unter Einwirkung des Son-