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Erg.-Bd. (1884)
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Zincum. Verzinkung. Zinkgefusse.

dationsprocess aus gegenwärtigen Amylumkörpem, Zucker, Glykosiden etc. ver-schiedene organische Säuren (Essigsäure, Oxalsäure, Ameisensäure etc.) entstandensind und vor dem schliesslichen Salzsäurezusatze aus ihrer Verbindung mitAmmonium frei gemacht werden. Diesen auffallenden Umstand hat Chapuis(Journ. de Pharm et de Ch. 1878, S. 379) erklärt. Nähere Mittheilungen überdiesen Gegenstand machte R. Otto im Archiv der Ph. 1880, zweite Hälfte,S. 100102.

Bleiweissersatz ist ein Gemisch aus Zinksulfid mit Blanc fix, nur mus3hierzu ein Leinölfimiss verwendet werden, welcher mit Salpetersäure austrocknendgemacht ist.

L'öthwasscr der Klemptner ist eine Auflösung von Zink in verdünnter Schwefel-säure (5 Zink, 10 conc. Schwefelsäure, 50 Wasser). Das unter Zinc. chlorat. au-geführte Löthwasser verdient den Vorzug.

Zinklothe. Hartes Zinkloth zum Löthen bei Eisen und Kanonenmetall isteine Legirung aus 2 Kupfer und 1 Zink.

Zinkhaltige Lothe sind Messingloth, bestehend 1) aus ana Kupfer und Zink. 2) 1 Silber, 8 Kupfer und 8 Zink. Stahlloth besteht aus 10 Silber,5 Kupfer, 2 Zink.

Ein galvanisches Element von besonderer Kraft hat Reynieb aufgestellt. Diepositive, aus Zink bestehende Electrode taucht in Aetznatronlauge, die negative,aus Kupfer bestehende in eine Cuprisulfatlösung. Beide Lösungen sind durcheinen Behälter aus Pergamentpapier geschieden, so dass die Natronlauge sich iudiesem Behälter befindet und der Behälter in der Cuprisulfatlösung steht. (Patent-Anwalt 1880, 8. 318.)

Verkupfemng des Zinks. Hierzu empfiehlt Hess folgendes Bad: 130g Cupri -sulfat, 240g gepulverter Weinstein und 300g kryst. Natriumcarbon&twerden je in 2 Ltr Wasser gelöst und dann gemischt. Der hieraus resultirendeNiederschlag wird in 500ccm Aetznatronlauge von 1,125 sp. G. gelöstDieses vor Einwirkung von Luft und Kohlensäure zu schützende Bad soll J enach der Dauer verschieden dicke Ueberzüge liefern. (Metallarb. VI, 94.)

Verzinkung des Kupfers. Zur Verzinkung des Kupfers, Messings oder derverkupferten Metalle genügt ein 100° C. heisses Bad aus einer Lösung einesZinksalzes in concentrirter Natriumhydroxydlüsung und gleichzeitiger Contact D lltZinkstücken (Weil).

Verzinkungsmetliode in Stelle einer Vernickelung soll gelingen, wenn m andie blanken Metallgegenstände in eine Abkochung von Zinkkörnern in einer LÖSflBevon 3 Th. Salmiak in 10 Th. Wasser in Berührung mit Zink untergetauchtstehen lässt. Der Ueberzug soll schönen metallischen Glanz haben.

Zinkgefusse als Aufbewahrungsgefässe für Kräuter etc. Diese werden a« fihrer Innenfläche mehr oder weniger, oft bis zur Durchlöcherung, corroair-Wenn man die Zinkgefässe innen mit einem Lacke, einer Lösung von 8chell»c10 Th., Colophon 5 Th., in 5060 Th. absolutem Weingeist überzieht, sodauern sie ewig. In ein 10 Liter-Gefäss giesst man 1 Liter des Lackes, ScM> esdas Gefäss und schüttelt nun kräftig um. Dann lässt man den Lack in epassendes Gefäss wieder auslaufen, wozu eine Zeit von mindestens 24 Stun eerforderlich ist, und lässt hierauf das offene Gefäss einige Tage (am besan einem lauwarmen Orte) stehen.

Zink wird nach A. Wagneb's Versuchen bei Zutritt von kohlensäure-freier Luft durch alle Lösungen angegriffen; am stärksten durch Aetznatro ,